Änderungen 2011
Noch im Jahr 2010, spätestens zu Beginn und im Laufe des neuen Jahres müssen sich Verbraucher wieder auf viele Änderungen einstellen: bei Gesundheit, Ernährung, Energie und Umwelt ebenso wie bei Geldanlage, Finanzen und Reisen.
Hier die wesentlichen Änderungen in der Immobilienbranche:
Energie
1) Erhöhung der EEG-Umlage
Die EEG-Umlage steigt im Jahr 2011 um mehr als 70 & von 2,047 Cent auf 3,53 Cent/kWh. Sie dient der Förderung erneuerbarer Energien. Das Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) verpflichtet Netzbetreiber dazu, Strom aus Anlagen, die Energie aus regenerativen Quellen gewinnen, ins Netz einzuspeisen und dafür einen bestimmten Festpreis zu zahlen. Die Differenz zum Marktpreis wird über die so genannte EEG-Umlage, ausgeglichen, die die Stromkunden zu entrichten haben. Derart stark erhöht sich die EEG-Umlage, weil erheblich mehr Photovoltaikanlagen-Strom liefern. Dadurch wächst insgesamt der Betrag, den die privaten Anlagenbetreiber als Vergütung erhalten.
Wegen der erhöhten EEG-Umlage müssen die Stromkunden 2011 tiefer in die Tasche greifen. Viele Stromversorger haben für das kommende Jahr Preiserhöhungen von bis zu 14,4 % angekündigt. Grundsätzlich ist es ratsam, immer wieder zu prüfen, ob man durch einen Wechsel zu einem anderen Stromanbieter Kosten sparen kann.
2) Senkung der Vergütung für Strom aus Photovoltaik-Neuanlagen
In Photovoltaik-Anlagen erzeugter Strom wird nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) über 20 Jahre vergütet. Die Kosten werden mittels der EEG-Umlage auf die Stromverbraucher umgelegt. In den zurückliegenden Jahren ist die Gesamtleistung der neu installierten Anlagen erheblich angewachsen. Das EEG sieht für diesen Fall vor, die Vergütung zu senken. Für Anlagen bis 30 kW Spitzenleistung (kWp), die ab 1. Januar 2011 in Betrieb gehen, reduziert sich die Vergütung für den ins Verbundnetz eingespeisten Strom von bisher 33,03 Cent auf – je nach Standort und Größe der Anlage – einen Betrag zwischen 21,11 Cent und 28,74 Cent/kWh. Da gleichzeitig die Anlagenkosten gesunken sind, lohnt sich dennoch weiterhin eine Investition, wenn man auf günstige Angebote und fachgerechte Ausführung achtet.
3) Neue Stromtarife
Bereits ab 30. Dezember 2010 müssen alle Stromversorger neben ihren üblichen Tarifen auch eine neue Alternative anbieten. Dieser spezielle Tarif soll zum Energiesparen anregen oder dazu beitragen, den Stromverbrauch von verbrauchsstarken in verbrauchsschwächere Zeiten (die so genannte Lastverschiebung) zu verlagern. Stromversorger warten bereits jetzt mit zahlreichen Angeboten auf. Dabei steht die Lastverschiebung im Vordergrund. Momentan lohnen sich derartige Angebote für die Kunden aber nur in seltenen Fällen.
4) Abschied von der Glühbirne
Zum 1. September 2011 fällt auch die 60-Watt- Glühbirne unter die so genannte Ökodesignrichtlinie der Europäischen Union und darf nicht mehr produziert werden. Bis 2016 sollen nicht nur alle herkömmlichen Glühlampen, sondern auch ineffiziente Halogenlampen durch energiesparende Lampen der Effizienzklassen A oder B ersetzt werden.
Finanzen und Steuern
1) Steuerliche Absetzbarkeit häuslicher Arbeitszimmer
Beschäftigte, deren Arbeitgeber keinen Arbeitsplatz zur Verfügung stellt (zum Beispiel Lehrer), können ab 2011 Kosten bis zu einer Höhe von 1.250 Euro steuerlich geltend machen.






































