Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen

Alle Partner sind wieder an Bord

17.03.2017
Ansicht von einer berliner Baustelle mit Baukränen
BILD: PIXELIO/H.EWERT

Im November vergangenen Jahres hatten die immobilienwirtschaftlichen Verbände ihr Mitwirken im Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen auf Eis gelegt. Hauptkritikpunkt der Immobilienwirtschaft: Die Folgen der Klimaschutzvorgaben für den Gebäudesektor wäre im damals von der Bundesregierung beschlossenen Klimaschutzplan 2050 noch nicht kalkuliert gewesen. Die Verbände und das Bundesbauministerium wollen jetzt wieder konstruktiv zusammenarbeiten und Maßnahmen entwickeln, die sowohl dem Klimaschutz als auch dem bezahlbare Wohnen und Bauen gerecht werden.

Andreas Ibel, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland (BID):  „Bezahlbares Wohnen und Bauen ist ein zentraler Faktor für den sozialen Frieden und einen attraktiven Wirtschaftsstandort Deutschland.  Im Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen hat die BID in intensiver, vertrauensvoller Zusammenarbeit mit dem Bundesbauministerium Empfehlungen für mehr bezahlbaren Neubau erarbeitet.

Auf dieser Vertrauensgrundlage wollen wir auftretende Zielkonflikte zwischen der Klimaschutzpolitik und der Wohnungs- und Immobilienpolitik auflösen. Wir haben das Bündnis auf eine neue Arbeitsgrundlage gestellt  und den Weg für eine langfristige gemeinsame Zusammenarbeit über die Bundestagswahl hinaus abgesteckt. Im Rahmen einer Innovationspartnerschaft werden wir innovative, wirtschaftliche Ansätze für eine technologieoffene Minderung von Treibhausgasen entwickeln. Dabei wurde auch festgelegt, dass eine sozialverträgliche Klimaschutzpolitik immer eine aktive Förderpolitik und steuerliche Anreize mitbedenken muss. Hierzu werden geeignete Förderinstrumente geprüft und bedarfsgerecht alternative Finanzierungs- und Fördermodelle entwickelt. Darüber hinaus werden wir gemeinsame Forschungs- und Innovationsprojekte auf den Weg bringen.“

Fertigstellung von einer Million Wohnungen

Kai Warnecke, Präsident des Eigentümerverbandes Haus & Grund Deutschland: „Haus & Grund strebt eine langfristige Partnerschaft mit der Bundesregierung an, um Klimaschutz und bezahlbares Wohnen und Bauen sinnvoll miteinander zu verbinden. Uns ist es wichtig, dass die Politik auch die Bedürfnisse der Eigentümer und Bewohner der Gebäude im Blick behält. Daher freuen wir uns, dass Haus & Grund und die übrigen immobilienwirtschaftlichen Verbände gemeinsam mit dem BMUB in den kommenden Monaten Maßnahmen erarbeiten werden, die beiden Zielen – Klimaschutz und bezahlbares Wohnen – gerecht werden.“

Bundesbauministerin Barbara Hendricks: „Es ist eine gute Nachricht, dass alle Bündnispartner wieder an Bord sind! Im Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen arbeiten alle am Wohnungsbau Beteiligten seit 2014 erfolgreich zusammen. Wir haben gemeinsam die Wende auf dem Wohnungsmarkt geschafft. Diese Erfolgsgeschichte können wir nun fortschreiben - auch über die Bundestagswahl hinaus.

In dieser Legislaturperiode werden wir mehr als eine Million Wohnungen fertigstellen. Die Zahl der Baugenehmigungen ist so hoch wie seit vielen Jahren nicht. Auf den Baustellen brummt es und die Zahl der Arbeitsplätze in der Bauwirtschaft steigt stetig an. Obendrein haben wir uns zur richtigen Zeit zusammengetan, um auch die Integration der vielen Flüchtlinge in unserem Land voranzubringen. Dass der Gebäudebestand bis 2050 nahezu klimaneutral sein muss, wird von Niemandem angezweifelt. Den Weg dahin beschreiten wir nun in einer Innovationspartnerschaft wieder gemeinsam."

Das Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen führt Bund, Länder, Kommunen, Wohnungs- und Bauwirtschaft, den Deutschen Mieterbund, Gewerkschaften sowie weitere gesellschaftlich relevante Akteure zusammen, um die Herausforderungen am Wohnungsmarkt zu bewältigen. Ziel ist es, gemeinsam die Voraussetzungen für den Bau und die Modernisierung von Wohnraum in guter Qualität, vorzugsweise im bezahlbaren Marktsegment, zu verbessern und das Wohnungsangebot in den Ballungsgebieten mit Wohnraummangel zu erweitern.

 

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