Bauherren fehlt Insiderwissen
Anforderungen am Bau wachsen rasant
Wer beim Hausbau keine bösen Überraschungen erleben möchte, sollte unbedingt mehrere Angebote einholen und den Leistungsumfang genau vergleichen, empfehlen die Immobilienexperten von DEKRA. Zukünftige Bauherren dürfen sich keinesfalls mit Formulierungen wie „Standardausstattung" zufriedengeben. „Schwammige Formulierungen dieser Art eröffnen einen enormen Interpretationsspielraum, der erheblich ins Geld gehen kann", warnt Jörg Berner, Leiter des Geschäftsbereiches Bau und Immobilien bei DEKRA in Saarbrücken.
„Wie so oft, steckt auch beim Hausbau der Teufel im Detail. Deshalb kommt es darauf an, den Vertragstext genau zu lesen und auf Schlüssigkeit zu prüfen", so der Experte weiter. Welche Ausstattung ist im Angebot tatsächlich enthalten? Welche Dachziegel, welche Wärmedämmung, welche Sanitärausstattung und welche Böden sind inklusive? Und wie viel muss der Bauherr für die angestrebte Wunschausstattung zusätzlich aufwenden? Für Klärung dieser Fragen lohnt es, sich Zeit zu nehmen, denn davon hängen letztlich auch die Kosten und die Finanzierung des Objektes ab.
„Vieles am Bau sieht trivial aus, entpuppt sich bei näherem Hinsehen aber als komplexe Angelegenheit, die einer sorgfältigen Planung bedarf", betont der Bausachverständige. „Das Bauen ist im letzten Jahrzehnt immer aufwendiger geworden, die Anforderungen steigen kontinuierlich, nicht zuletzt in Hinblick auf die Energieeffizienz von Immobilien." Der Neubau ist davon ebenso betroffen wie die Sanierung gebrauchter Objekte.
Wie wirkt sich beispielsweise der Einbau einer Wärmepumpe auf die Energiebedarfsrechnung des Hauses aus? Was ist beim Erneuern einer Fassade zu beachten? Welche Baumaterialien und Systeme lassen sich kombinieren, ohne teure Folgeschäden durch eindringendes Wasser oder Schimmelbildung zu riskieren? Viele Bauherren sind nicht Insider genug, um die Konsequenzen solcher Maßnahmen zu überblicken. Deshalb ist es sinnvoll, bereits in der Planungsphase Experten mit ins Boot zu nehmen. In technischen Fragen ist auf der sicheren Seite, wer sich von einem Bausachverständigen begleiten und die Qualität des Bauvorhabens in den wichtigsten Phasen aus neutraler Sicht überprüfen lässt.
„Die Baustelle ohne Mängel muss erst noch erfunden werden", meint Jörg Berner. „Um dem Bauherren die Angst vor .Pfusch am Bau' zu nehmen und ihm zusätzliche Sicherheit zu geben, haben wir bei DEKRA die Dienstleistung Immobilienqualität ins Leben gerufen." Die Bausachverständigen prüfen dabei Pläne, kontrollieren in den wesentlichen Bauabschnitten die Qualität der ausgeführten Arbeiten, sodass sich Baumängel und Schwachstellen frühzeitig erkennen und oft ohne größeren Aufwand beseitigen lassen.






































