Baubranche knackt 2018 die 800.000-Beschäftigten-Marke

Bauunternehmer sind offen für die Beschäftigung von Flüchtlingen

09.06.2017

Der seit 2010 anhaltende Beschäftigungsaufbau in der deutschen Bauwirtschaft wird sich auch in diesem Jahr fortsetzen. Die Branche rechnet mit etwa 800.000 Beschäftigten im Jahr 2017. Diese Prognose stellte der Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Peter Hübner, vor. Eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hatte außerdem ergeben, dass deutsche Bauunternehmer offen für die Beschäftigung von Flüchtlingen seien.

Baustelle
Baubranche knackt 2018 die 800.000-Beschäftigten-Marke. FOTO: PIXABAY/STUX

Der Beschäftigungsaufbau erfolge aktuell zu einem überwiegenden Teil über die Integration arbeitsloser Baufacharbeiter sowie über die zunehmende Beschäftigung von Personen aus dem europäischen Ausland, teilte der Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie mit . So sei die Zahl der arbeitslosen Baufacharbeiter 2016 binnen Jahresfrist um 5.000 auf nur mehr 27.700 gesunken. Die Zahl der ausländischen Beschäftigten sei um 15.000 auf 109.000 Personen gestiegen, deren Anteil an den gesamten Beschäftigten liege mittlerweile bei 14 %.

Bauunternehmer befürchten Fachkräftemangel

Trotz verstärkter Ausbildung und Zuwanderung - langfristig drohe aber schon aufgrund des demographischen Wandels eine Fachkräftelücke. Schon jetzt befürchten 74 % der Bauunternehmer eine Beeinträchtigung ihrer wirtschaftlichen Entwicklung aufgrund des Arbeitskräftemangels", berichtete Hübner.

Die Branche müsse deshalb verstärkt auf eine Offensive zur Produktivitätssteigerung setzen. Die Digitalisierung aller Planungs- und Bauprozesse berge große Innovations- und damit auch Rationalisierungspotentiale. Ohne politische Rückendeckung sei der Prozess aber nur schwer umzusetzen. Hübner begrüßt es deshalb, dass das BMVI die Anstöße der Reformkommission "Bau von Großprojekten" zum verstärkten Einsatz von Building Information Modeling (BIM) aufgegriffen hat. Hübner appelliert an die Politik, diese positive Entwicklung in der nächsten Legislaturperiode konsequent fortzusetzen. Insbesondere die Entwicklung einheitlicher Standards, Normen und Schnittstellen sei unerlässlich.

Lesen Sie auch die Artikel der IVV immobilien vermieten & verwalten:
Flüchtlinge haben einen positiven Effekt auf die deutsche Konjunktur
Flüchtlinge brauchen ein Zuhause
Wohnungsnot trotz anhaltendem Bauboom

 

 

Suchbegriffe: BauBaubrancheBauen

Weitere Artikel