Bei Mietsicherheiten sind Vermieter im Osten vorsichtiger
Eine neue Studie von ImmobilienScout 24 belegt, dass im Westen die Mieter auch mal mit Sympathie, Aussehen und Status punkten können - im Osten eher nicht. Dort geht es öfter ums bare Geld.
Ostdeutsche Vermieter achten stärker auf die Liquidität ihrer Mieter als Vermieter im Westen. Mieter in den neuen Bundesländern müssen sich bei der Wohnungssuche auf besonders kritische Vermieter einstellen: Knapp drei Viertel der ostdeutschen Immobilienbesitzer bestehen vor Abschluss eines Mietvertrages auf einem Einkommensnachweis des Mieters. Rund 44% verlangen dazu noch eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung vom vorigen Vermieter. Auf diese Weise soll das Mietausfall-Risiko für den Eigentümer minimiert werden. Im Westen hingegen reicht häufig (69%) der Nachweis des Einkommens völlig aus. Nur 17% der Vermieter in den alten Bundesländern verlangen Empfehlungsschreiben des Ex-Vermieters. Anstatt der Liquidität zählt im Westen eher der berufliche Status des Mieters: Jeder zweite Vermieter in Westdeutschland achtet auf eine vorhandene Festanstellung seines potentiellen Neumieters. In Ostdeutschland ist ein fester Job nur bei 31% der Vermieter wichtig. Auch die gefühlte Sympathie des Mietinteressenten spielt in beiden Teilen Deutschlands eine unterschiedliche Rolle: In den alten Bundesländern beeindruckt das Auftreten des Mieters immerhin 40% der Vermieter, während im Osten nur 32% Sympathie als wichtig erachten. Für die aktuelle Studie befragte das Marktforschungsinstitut Innofact im Auftrag von ImmobilienScout24 über 1 000 deutsche Vermieter.
















