degewo startet Modellprojekt „ToM – Tolerantes Miteinander“

15.06.2016

Wohnungsbau kann zur Integration von Flüchtlingen beitragen. Wie dies in der Praxis möglich ist, zeigt das Berliner Wohnungsunternehmen degewo mit dem Modellvorhaben „ToM – Tolerantes Miteinander“. Noch in diesem Jahr legt es den Grundstein für 166 Wohnungen im Berliner Stadtteil Altglienicke. Die Fertigstellung der Neubauten ist für Sommer 2018 geplant.

Visualisierung DEGEWO/TAFKAOO ARCHITECTS

Das Wohnungsunternehmen setzt bei dem Modellvorhaben an der Schönefelder Chaussee / Ecke Wegedornstraße auf ein besonderes Konzept. Integration und die Beteiligung von Mietern und Anwohnern standen von Anfang an im Mittelpunkt der Planung. So entstehen in dem acht Wohngebäude umfassenden Neubauquartier neben 166 Wohnungen auch ein Anwohnercafé, mehrere Gemeinschaftsräume, Mietergärten und ein „Integrationsbüro“. Als weiterer Baustein für die Integration kommt eine Kindertagesstätte (Kita) hinzu, die in den Neubauten Platz findet und Mietern wie Anwohnern offen steht. Zwei Sozialarbeiter sollen nachbarschaftliche Aktivitäten initiieren, Patenschaften zwischen den Mietern organisieren oder bei Behördenangelegenheiten helfen. Unterstützt werden sie dabei vom degewo-Quartiersmanagement.

Durchmischen possible
„Wir wollen die Quartiere durchmischen und den Austausch fördern, damit keine Parallelgesellschaften entstehen“, begründet Christian Glaubitz, Leiter des degewo-Kundenzentrums in Köpenick die Entscheidung für das Projekt „ToM“. Das Kundenzentrum wird bei der Vermietung auf eine funktionierende Mieterstruktur achten. Von den Heimatsuchenden werden eine hohe Integrationsbereitschaft und Grundkenntnisse der deutschen Sprache erwartet. Aber auch die zukünftigen Mieter deutscher Herkunft sollten an einer interkulturellen Nachbarschaft interessiert sein. Die Neubauten an der Schönefelder Chaussee werden zu 100 Prozent aus Mitteln des Wohnungsbauprogramms des Landes Berlin gefördert, sodass alle Wohnungen eine anfängliche Nettokaltmiete von durchschnittlich 6,50 €/m² nicht überschreiten.

Steigende Neubau-Investitionen
Auch ohne die Zuwanderung von Flüchtlingen wächst Berlin – jährlich um etwa 40.000 Menschen. Bis 2026 will Berlins führendes Wohnungsunternehmen deshalb seinen Bestand durch Neubau und Zukäufe deutlich vergrößern und damit zur kürzlich unterzeichneten „Roadmap für 400.000 bezahlbare Wohnungen im Landeseigentum“ des Berliner Senats beitragen. Geplant sind 22.000 neue degewo-Wohnungen bis 2026.

Um Baukosten zu optimieren und Abläufe zu beschleunigen, hat das Wohnungsunternehmen im Mai 2015 das eigene Planungsbüro „bauWerk“ gegründet.

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FOTO: GEWOBA/WERK1.de

► In der Ausgabe 07-08/2016 lesen Sie einen ausführlichen Artikel zum Thema "Wohnungswirtschaft und Integration". 
 

 

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