Forum zu Energieeffizienz und -erzeugung in Gebäuden und Quartieren

Den Tellerrand überwinden

11.01.2018

Am 15. und 16. Januar 2018 findet in Essen zum vierten Mal das Energieforum West statt. Der interdisziplinäre Kongress befasst sich mit Fragen der Energieeffizienz und Energieerzeugung in Gebäuden und Quartieren.

Energieforum West 2017 in der Philharmonie Essen. FOTO: EBZ/S.NEIDIG

Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, Handwerk, Energiedienstleister, Wissenschaft und Forschung, Verbände und Politik – sie alle beschäftigt die Energiewende. Sie erarbeiten neue Konzepte, machen eigene Erfahrungen und haben zukunftsweisende Ideen.

Energieeffizienz-Potenziale erkennen und heben

Gleichzeitig bleiben diese Entwicklungen im Verborgenen der eigenen Branche oder stoßen an Grenzen. Das Energieforum West dient als Plattform für den Dialog über den Tellerrand der eigenen Materie hinweg. Ziel ist es, innovative Ideen zu entwickeln und zukunftsweisende Geschäftskonzepte voranzutreiben.

Initiatoren des Kongresses in der Philharmonie Essen sind das EBZ – Europäisches Bildungszentrum der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, der vdw Rheinland Westfalen und die Energie- und Umweltmanagementberatung Pöschk, Berlin.

Unterstützt wird der zweitägige Kongress vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, vom Deutschen Städtetag sowie vom Städte- und Gemeindebund NRW.

Die Teilnehmer können an Workshops und Podiumsdiskussionen teilnehmen oder Vorträge hören. Die Teilnahmegebühr für beide Kongresstage beträgt 65 Euro.

Weitere Informationen und Anmeldungen auf der Website des Energieforums West.

Rückblick und Ausblick

Immobilienwirtschaft fordert Wettbewerb zwischen besten Lösungen

Im vergangenen Jahr waren sich die rund 1.000 Teilnehmer des Energieforums weitgehend einig, dass die Ziele des Klimaschutzplans 2050 mit den bisher bekannten Vorschriften, Fördermitteln und Technologien nicht zu erreichen seien.

Sowohl 70 % der Befragten als auch die hochkarätigen Akteure bezweifelten, dass die Klimaschutzziele mit den starren Vorschriften erreicht werden können. Gleichzeitig sahen aber 80 % der Experten die Energiewende als wichtigen Innovationsmotor für neue Technologien und Geschäftsmodelle. Doch statt „Ordnungspolitik“ sollten die verantwortlichen Akteure eigene Wege gehen dürfen. „Wir brauchen mehr Technologieoffenheit und einen Wettbewerb zwischen den besten Lösungen“, sagte Alexander Rychter. Auch müssten Immobilienwirtschaft, Bauzulieferindustrie und Energiewirtschaft insbesondere in der Forschung und Entwicklung viel enger kooperieren.

Kompetenzen stärken

68 % sahen in der praktischen Umsetzung der Maßnahmen ein Problem: Denn aufgrund der steigenden Anforderungen und der komplexer werdenden Technologie hängt das Gelingen der Energiewende stärker denn je von den Kompetenzen der verantwortlichen Akteure ab.

Suchbegriffe: EBZEnergieforum

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