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Der fm benchmarking bericht 2010

9. März 2011

Nutzungskosten von Immobilien stellen 90 % der gesamten Lebenszykluskosten - Tendenz steigend.

Der fm benchmarking bericht 2010

Die rotermund.ingenieure aus Höxter haben in Zusammenar­beit mit GEFMA, der Fachhochschule Münster, BayernFM und dem I.BGB (Institut für Baumanagement, Gebäudedatenmanagement und Bewertung) mehr als 2.800 Gebäude mit einer Brutto-Gesamtfläche (BGF) von über 10,5 Mio. qm ausgewertet. Seit Beginn des FM Benchmarkings in 2003 umfasst die Datenbank mehr als 35 Mio. qm. Sie ist damit eine der größten Daten­bestände in Deutschland für Nutzungskosten auf Vollkostenbasis.
Über alle erfassten und ausgewerteten Gebäudetypen sind die Nutzungskoten im Ver­gleich zum Vorjahr zum Teil deutlich gestiegen. So betrug der Anstieg der Nutzungskos­ten für die Instandhaltung (Bürogebäude) gegenüber 2009 mehr als 40% - ein Indiz, dass wieder mehr in die Substanz der Gebäude investiert wird oder ein deutlicher Preis­anstieg erfolgt ist.
Dass bei zukünftigen Gebäudeplanungen und Projektentwicklungen die Nutzungs- und Lebenszykluskosten deutlich stärker beachtet werden müssen, zeigen die ausgewerteten Zahlen sehr eindrucksvoll: Die Nutzungskosten für die Gebäudetypen Büro, Industrie und Labor liegen pro Jahr deutlich über 100 Euro/qm BGF. Mit Abstand die teuersten Gebäude sind hierbei die Krankenhäuser/Kliniken mit jährlich 236 Euro/qm BGF.
Noch deutlicher wird die Kostenfalle Nutzungskosten bei der Betrachtung des Lebens­zyklus einer Immobilie: Bei Bürogebäuden machen sie 89,9% aus, bei Industriegebäuden sind es 90,1% und bei Krankenhäusern/Kliniken 88,9%. Dabei sind Sanierungskosten noch gar nicht berücksichtigt. „Wir müssen unsere Gebäude bei Neuerrichtungen und Sanie­rungen so optimieren, dass ein Minimum an Energie- und Instandhaltungskosten bei ei­ner gleichzeitig möglichst langen technischen Nutzungsdauer erreicht wird“, ist folglich das Fazit von Prof. Uwe Rotermund, verantwortlich für den fm benchmarking bericht.
Erstmals wurden unter dem Titel „fm-benchmarking goes green“ unter Nachhaltigkeits­aspekten zertifizierte Gebäude näher untersucht. Besonders spannend war die Frage, ob die zertifizierten Gebäude hinsichtlich ihrer Lebenszykluskosten besser abschneiden als nicht zertifizierte Gebäude. Grundsätzlich kann diese Aussage bestätigt werden: zertifi­zierte Gebäude nehmen beim Primärenergiebedarf oft eine vordere Position ein. Interes­sant ist auch, dass zertifizierte Gebäude nicht - wie oft befürchtet –die in der Errichtung teureren Gebäude sein müssen. Allerdings zeigt sich auch, dass eine Gebäudezertifizie­rung nicht zwangsläufig ein Garant für ein kostenoptimiertes Gebäude sein muss.

GEFMA 950: fm benchmarking bericht 2010/11 Preis: 390 Euro – GEFMA Mitglieder: 320 Euro (Preise zzgl. 19% USt.)
Bestellung: bestellung@fm-benchmarking.de

Weitere Informationen zum aktuellen Bericht und zur Teilnahme am Benchmarking 2011/12 finden Sie auch im Internet.

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