Wärmespeichereffekte

Die energetische Qualität von Mauerwerkskonstruktionen

02.02.2018

Die energetische Qualität von Mauerwerkskonstruktionen ist über einen Zeitraum von 80 Jahren höher als bei anderen Bauweisen und erreicht damit einen besseren CO2-Äquivalenzwert. Das ist das Ergebnis der Studie der LCEE Life Cycle Engineering Experts GmbH. Die Studie untersuchte die Auswirkungen von Wärmespeichereffekten auf die CO2-Bilanz eines Mustergebäudes.

Grafik zum Thema Wärmespeicherfähigkeit von Mauerwerk
Gegenüber anderen Baustoffen haben Mauerwerkskonstruktionen die beste CO2-Bilanz auf einen Zeitraum von 80 Jahren gesehen. Entscheidend dafür ist die Wärmespeicherfähigkeit von Mauerwerk. Grafik: LCEE

So spare Mauerwerk gegenüber Leichtbaukonstruktionen circa 33 Tonnen, gegenüber Stahlbetonkonstruktionen sogar mehr als 65 Tonnen des Klimakillers CO2 ein. Entscheidend dafür ist die bessere Wärmespeicherfähigkeit von Mauerwerk, also beispielsweise perlitverfüllter Poroton-Ziegel. Die Studie der LCEE bekräftigt somit die bereits bekannte Tatsache, dass für die ökologische Nachhaltigkeitsqualität eines Gebäudes nicht allein die Bauweise, sondern die energetische Qualität und die Dauerhaftigkeit des Baustoffs entscheidend sind.

Methodische Basis der Studie war die systematische Anwendung von Kriterien des Deutschen Gütesiegels Nachhaltiges Bauen (DGNB) unter anderem auf ein repräsentatives Typengebäude aus dem Mehrfamilienhausbereich als sogenanntes Muster-Mehrfamilienhaus.

Die Studie erhalten Sie bei Interesse bei der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e.V.

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