PropTech-Trend

Digitalisierung belebt die Immobilienbranche

10.07.2017
BILD: PIXABAY/GERALT

Beim technologischen Fortschritt gilt die Immobilienbranche nicht gerade als Vorreiter. Lange hat es gedauert, doch spätestens seit Einführung des Bestellerprinzips im Jahre 2015 ist Digital Real Estate auf dem Vormarsch. PropTech-Start-ups arbeiten an digitalen Lösungen, um die innovationsscheue Branche zu modernisieren. IVV stellt die interessantesten Vertreter vor.

PropTech, Kurzform für Property Technology, bezeichnet sämtliche neuen technologischen und vor allem digitalen Entwicklungen im Bereich der Immobilienbranche. In der Regel zählt dazu die Einführung oder Optimierung von Abläufen, Prozessen oder Geschäftsideen mithilfe neuester Kommunikations- und Informationstechnologien. Klassische Geschäftsabläufe werden in die digitale Welt verlagert und benutzerfreundlich gemacht. Des Weiteren verbergen sich hinter diesem Begriff auch innovative Geschäftsideen wie Immobilien-Crowdfunding.

Sowohl für Unternehmen der Immobilienbranche als auch für Mieter bringen die modernen Tools eine gravierende Zeitersparnis und Vereinfachung der Prozesse mit sich. Ob Mieter-Matching oder das Erstellen von 3D-Grundrissen, PropTech möchte Offline- und Onlinemarkt vereinen und die Branche langfristig stärken.

Immer mehr Start-ups aus Deutschland beschäftigen sich mit der Vermietung von Wohnungen oder mit Prozessen rund um dieses Thema. Die folgende Übersicht stellt die aktuell interessantesten Vertreter vor.

Casavi

Der Cloud-Software-Anbieter Casavi aus München entwickelte eine digitale Plattform für Hausverwaltungen und Immobilienunternehmen. Das Start-up hilft den Betrieben der Wohnungswirtschaft, ihre Kosten zu reduzieren, eine höhere Kundenzufriedenheit zu erreichen und ihre Effizienz zu steigern. Im Fokus liegen dabei der Immobilienverwalter und dessen Kommunikation mit den Eigentümern und Mietern sowie mit Dienstleistern wie Hausmeistern, Gebäudeversicherern oder Energieversorgern.   

  BU: Software Casavi für Hausverwaltungen (FOTO: CASAVI)

Der dadurch entstandene zentrale Informations- und Kommunikations-Hub für jede Immobilie besteht aus einer Service-App zur Kundenbetreuung, einem Dienstleisterportal sowie einem integrierten Vorgangsmanagement. Durch einen Online-Hausaushang in der App stehen Mietern und Wohnungseigentümern jederzeit und überall Zugänge zu wichtigen Dokumenten oder Schadensmeldungen zur Verfügung.

Casavi soll Abläufe – wie etwa die Zustellung von Abrechnungen – durch einen höheren Automatisierungsgrad beschleunigen. Redundante Anfragen werden vermieden, Portokosten durch die digitale Dokumentenbereitstellung reduziert. Serviceanfragen lassen sich prozessoptimiert mit internen Systemen verknüpfen. Die Casavi-Plattform ermöglicht Unternehmen unterschiedlicher Größe den Einstieg in die digitale Kundenbetreuung. http://www.casavi.de/

McMakler

Das Berliner Unternehmen existiert seit 2015 und ist nach eigenen Angaben in ganz Deutschland aktiv. Es versteht sich als Vermittler für Verkäufer, Käufer, Mieter und Vermieter. Besitzer können ihre Immobilie bewerten lassen, McMakler hilft beim Verkauf. Laut Info auf der Firmenwebsite erfolgt die Vermietung von Wohnungen und Häusern zu transparenten Festpreisen zwischen 498 Euro und 1.498 Euro, abhängig von der Nettokaltmiete. Der Interessent kann eine Objektbegehung anfordern. Die günstigen Preise könnten angeboten werden, da die einzelnen Arbeitsschritte beim Unternehmen stark standardisiert und digitalisiert seien.

www.mcmakler.de

Seite 2: Das Berliner Start-up Architrave ist ein Anbieter von Dokumentenmanagement und Datenraumlösungen für die Immobilienbranche.

Suchbegriffe:  PropTechStart-upsTechnologie-Start-ups

aus: IVV Ausgabe 07/2017

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