Eigentümergemeinschaft haftet bei Treppenstürzen

30.04.2008

Darauf weist das Deutsche Institut für Treppensicherheit e. V. (DIT), Augsburg, hin. Auch dort müssen die gesetzlich vorgeschriebenen beidseitigen Handläufe angebracht werden. Wenn im Gebäude Ärzte, Architekten, Notare, Versicherungen oder andere Gewerbetreibende ihr Büro oder ihre Praxis betreiben, sind die Anforderungen der Arbeitsstätten-Verordnung und der DIN 18024 Teil 2 anzuwenden. Diese fordern an Treppen eine Brüstungshöhe von einem Meter und auf den Treppen einen beidseitigen Handlauf.

Treppen müssen sicher sein

Der Wandhandlauf ist durchgehend auszuführen und über die erste und letzte Stufe zu führen. Laut Antje Ebner, Geschäftsführerin des DIT gilt dies für alle öffentlich zugängliche Gebäude, wenn mit der Anwesenheit von Kindern, älteren Menschen oder Menschen mit Behinderung zu rechnen ist. Auch private Hausbesitzer sind betroffen, denn hier drohen hohe Haftungsrisiken bei Nichtbeachtung der Verkehrssicherungspflicht. Der Augsburger Baujurist Willi Reisser warnt, dass im Schadensfalle durch Nichtbeachtung von gesetzlichen Vorgaben und Normen der Hausbesitzer, ja der einzelne Eigentümer zu Schadenersatz oder Schmerzensgeld verurteilt werden kann. Hiervon kann auch die Gesamtheit der Eigentümergemeinschaft betroffen sein.