Gut fürs Klima und fürs Portemonnaie

Empfehlung für die Dämmung des Hausdaches

09.10.2017

Ein Hausdach muss sowohl Starkregen und Sturm aushalten als auch praller Sonne sowie Eiseskälte mit Schneelasten widerstehen. Bei fachlich richtiger Ausführung trägt es außerdem zur positiven Wärmebilanz eines Wohngebäudes bei. Ein auf das Gebäude angepasster Dachaufbau mit hochwertiger Wärmedämmung gehört dazu, teilte die Wüstenrot Bausparkasse AG mit.

Ein Handwerker bringt sogenannate Sturmklammern unter die Dämmung eines Daches an.
Bei einem Unwetter sind Schwachstellen am Hausdach besonders gefährdet. Der Einbau spezieller Sturmklammern hilft, die Dämmung darunter zu schützen. Foto: Wüstenrot Bausparkasse AG

An vorderster Stelle steht ein passgenau und fugenfrei eingefügtes Dämmmaterial. Dieses hängt von der vorhandenen oder geplanten Dachform ab. Je nachdem, ob die Dachkonstruktion eine Auf-, Zwischen- oder Untersparrendämmung vorsieht, verfügt der Fachmann für jede Ausführung den geeigneten Werkstoff und die passende Verarbeitungstechnik.

Dämmstoff hängt von Dachform ab

Bei einer anstehenden Erneuerung der Dachdeckung und des Unterdaches, der wasserableitenden Schicht unter der Dachdeckung, empfiehlt sich eine Aufsparrendämmung. Beim Material kann man zwischen gefalzten Dämmplatten aus Hartschaum, Mineralfaserplatten oder Holzweichfaserplatten wählen. Mineralfaserdämmstoffe, Polystyrol-und Polyurethandämmstoffe oder Naturmaterialien wie Hanf oder Flachs eignen sich für die Zwischensparrendämmung.

Heutzutage werden neben dem Einbau von Dämmmatten, zunehmend lose Dämmstoffe wie Zellulose- oder Mineralfaserflocken zwischen der luftdichten raumseitigen Verkleidung und dem Unterdach mit einem Schlauch eingeblasen. Verbundplatten aus Polystyrol oder Mineralfaser mit Gipskarton-/Gipsfaser sowie Holzwolleleichtbauplatten bieten sich bei einer Untersparrendämmung, die bei Renovierungen angewandt wird, an. Bauherren können zwischen mindestens 20 Materialien wählen. Dabei gilt es, die unterschiedlichen Materialeigenschaften und die Kosten mit Hilfe eines Experten genau abzuwägen.

Im Sommer kühl, im Winter warm

Am stärksten von der Außentemperatur beeinflusst ist das Dachgeschoss, da es über die größte Fläche zur Umgebung verfügt. Die Oberflächentemperatur des Daches kann in einer Frostnacht auf minus 20 Grad Celsius und tiefer absinken. Erfolgt die Ausführung der Dachgeschoss-Dämmung ohne Dichtungslecks, bleibt im Winter die Temperatur der Raumluft erhalten.

Außerdem wird die Tauwassergefahr und damit das Risiko der Schimmelbildung gebannt. An Bereichen mit hoher Temperaturdifferenz droht Schimmelpilzbefall. In der heißesten Jahreszeit lässt es sich auch unter dem Dach angenehm wohnen, da die sommerliche Strahlungswärme abgeblockt wird. Allerdings nur bei einer fachgerechten Wärmedämmung.

Empfehlungen zum nachhaltigen Dachaufbau

Bis zu 20 Prozent der produzierten Wärme können über ein unzureichend oder gar nicht gedämmtes Hausdach verloren gehen. Ein fachgerechter Wärmeschutz reduziert den Energieverlust um bis zu 70 Prozent. Es empfiehlt sich, bei der Auswahl der Dämmung Herstellerhinweise und technische Daten genau zu lesen und einen Fachmann zu Rate zu ziehen. Man sollte auf die Wärmeleitzahl (je niedriger, desto besser die Dämmeigenschaft des Materials), das Wärmespeichervermögen (je höher die Wärmespeicherzahl, desto günstiger) sowie das Feuchtigkeitsverhalten des Materials achten. Die Dämmeigenschaften einiger Stoffe werden durch eindringende Feuchtigkeit stark herabgesetzt.

Der Wohngebäudeversicherer prüft im Falle eines Unwetterschadens, ob das Dach vor dem Schaden in einem ordnungsgemäßen Zustand war. Es kann gegebenenfalls zu Leistungseinschränkungen kommen.

In unserer IVV-Dämmstoffdatenbank, die ständig aktualisiert und erweitert wird, erhalten Sie einen Überblick über die am Markt erhältlichen Dämmstoffe.

Suchbegriffe: Dachdämmung

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