Förderprogramm für Studentenwohnungen

Erstes Modellvorhaben Variowohnen in Berlin

30.06.2017

Das Bundesbauministerium beschloss ein Förderprogramm für nachhaltige und bezahlbare Wohnprojekte für Studierende und Auszubildende. Im Rahmen dieses Programms sollen in den kommenden Monaten in Berlin-Grunewald die ersten Variowohnungen der Hauptstadt gebaut werden.

Variowohnungen sind kleine modulare Wohneinheiten, die mindestens 20 Quadratmeter groß sind. FOTO: IVV

Stark steigende Mieten in den Ballungsräumen und ein nach wie vor lahmender Wohnungsbau tragen dazu bei, dass bezahlbarer Wohnraum knapp wird. Zusätzlich verschärft sich die Lage durch eine wachsende Zahl Studierender. Um die Situation auf den überstrapazierten Wohnungsmärkten vieler Hochschulstädte zu entspannen, fördert das Bundesbauministerium bis Ende 2018 dreißig Bauprojekte für günstigen Wohnraum. Gefördert werden kleine modulare Wohneinheiten, sogenannte Variowohnungen.

Flexibel, nachhaltig und bezahlbar

Dabei handelt es sich um Wohnplätze, die eine Mindestgröße von 20 Quadratmetern aufweisen müssen und maximal 280 Euro Warmmiete kosten dürfen.

Mitte Juni 2017 übergab Baustaatssekretär Gunther Adler dem Studentenwerk Berlin den Zuwendungsbescheid über 689.000 Euro für das Projekt „Neubau Wohnhaus für Studierende“ mit 50 Wohnplätzen. Aufgrund ihrer Architektur und ihres Nutzungskonzepts kann die Wohneinheit zu einem späteren Zeitpunkt in altersgerechte Wohnungen umgewandelt werden. Mit einfachen Mitteln lassen sich jeweils zwei Appartements zu einer größeren Wohneinheit zusammenlegen.

Förderung von 27 weiteren Modellvorhaben geplant

„Unser Förderprogramm Variowohnungen kann dazu beitragen, jungen Menschen ein ansprechendes und bezahlbares Zuhause zu geben. Mit dem Neubau wird die denkmalgeschützte Anlage behutsam verdichtet – ein Modellvorhaben, das auch in anderen bestehenden Quartieren für mehr bezahlbaren Wohnraum sorgen kann," sagt Adler.

Antragsteller aus zwölf Bundesländern folgten dem Förderaufruf des Bundesbauministeriums. Bochum und Wuppertal erhielten die ersten Fördermittel im Mai 2017. Das Hauptstadtprojekt erhält den Zuwendungsbescheid als drittes Modellvorhaben. Geplant ist die Förderung von 27 weiteren Modellvorhaben. Das Bundesbauministerium rechnet mit Ausgaben von bis zu 67,3 Millionen Euro Fördermitteln aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm der Bundesregierung.

Die Bewilligungsbehörde Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) unterstützt das Modellvorhaben Variowohnungen.

Weiter Informationen zu Variowohnungen können auf der Seite des Bundesbauministeriums eingeholt werden.

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