Konversionsareal in Darmstadt

Erstes Neubauprojekt der bauverein AG gestartet

10.10.2017

Die Vorarbeiten sind beendet, die Bagger haben ihre Arbeit aufgenommen: Auf Baufeld 4.2 in der Darmstädter  Lincoln-Siedlung haben die Arbeiten für den ersten Neubau der bauverein AG auf dem Konversionsareal begonnen. Bis Mitte 2019 entstehen auf dem 10.000 Quadratmeter großen Areal 143 Wohnungen, darunter 64 für Empfänger mittlerer Einkommen, 71 frei finanzierte Wohnungen sowie acht Wohnungen für ein Wohnprojekt der Nieder-Ramstädter Diakonie.

Visualisierung Wohnkomplex Lincoln Siedlung der Darmstädter Bauverein AG
Im Darmstädter Wohnkomplex Lincoln sollen Menschen aller Einkommen- und Altersklassen Wohnraum finden.

Unter der Wohnanlage befindet sich eine Tiefgarage mit 380 Stellplätzen. Der Entwurf stammt von dem Offenbacher Büro Pielok & Marquardt Architekten und war bei dem 2016 veranstalteten Wettbewerb von der Jury ausgewählt worden.

Terrassierte Wohnanlage

Der Entwurf sieht sechs viergeschossige, auf einer zweigeschossigen Tiefgarage ruhende Gebäuderiegel vor. Die Gebäudeform nimmt den Charakter der für die Siedlung typischen Dünenlandschaft auf – die Wohnanlage ist terrassiert, also auf unterschiedlichen Geländehöhen angelegt; zusätzlich sind die Gebäude versetzt zueinander angeordnet, um für mehr Luftigkeit zu sorgen. Auch sind die Baukörper bewusst so zueinander ausgerichtet, dass eine großzügige Außenanlagengestaltung mit hohem Grünanteil möglich ist. Mittelpunkt der Wohnanlage sind zwei Begegnungsplätze; für junge Bewohner sind zudem zwei Spielplätze vorgesehen.

Heterogenen Wohnungsmix

Alle Wohnungen sind mit Balkon oder Terrassen ausgestattet und verfügen über großzügige Grundrisse und raumhohe Fenster. Die 143 Wohnungen verteilen sich auf neun Ein-Zimmer- Wohnungen, 44 Zwei-Zimmer-Wohnungen, 49 Drei-Zimmer-Wohnungen und 33 Vier-Zimmer-Wohnungen. Acht Wohnungen werden von der Nieder-Ramstädter Diakonie für ein Wohnprojekt für Menschen mit geistiger Behinderung genutzt. Der heterogene Wohnungsmix findet sich auch in den anderen Neubauvorhaben und trägt dem Konzept Rechnung, dass auf Lincoln Menschen aller Einkommen- und Altersklassen Wohnraum finden sollen.

Bei der Tiefgarage handelt es sich um eine von insgesamt fünf geplanten, im Mobilitätskonzept für die Siedlung vorgesehenen, Sammelparkeinrichtungen. Das bedeutet: Das Parkhaus ist nicht ausschließlich für Mieter der Wohnanlage reserviert, sondern dient als Parkfläche für das gesamte Quartier, in dem es individuelle Parkflächen nur noch für Poolfahrzeuge und für mobilitätseingeschränkte Personen geben soll.

Nach dem Bauprojekt auf B 4.2 geht es voraussichtlich im Herbst 2017 auf dem Baufeld B 3.2 weiter.

Suchbegriffe: Neubau

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