Expertentipp: Legionellenbildung vorbeugen

11.01.2016

Die erhöhte Legionellenbildung im Trinkwasser beruht zumeist auf zu geringer Wasserzirkulation in Kombination mit Wassertemperaturen zwischen 25 bis 45°C. Trinkwasserspeicher müssen an der Austrittsstelle des Warmwassers dauerhaft eine Mindestwassertemperatur von 60°C aufweisen. Darauf weist Dipl.-Ing. Architekt Stefan C. Würzner, Bauherrenberater des Bauherren-Schutzbund e.V. hin.

FOTO: PIXABAY/TANTE TATI

Dies gelte bis auf eine Ausnahme: Trinkwasserspeicher in Ein- und Zweifamilienhäusern, die von Wärmepumpen-Systemen versorgt werden, dürfen mit einer dauerhaft garantierten Mindesttemperatur von 50°C betrieben werden. Dabei müsse jedoch gewährleistet sein, dass das Speichervolumen binnen spätestens drei Tagen vollständig ausgetauscht ist.

Es liege auf der Hand, dass in diesen Systemen der fachgerechten Planung und Ausführung des Rohrnetzes eine elementare Bedeutung zukommt. „Der geringe Temperaturpuffer zu den für Legionellen wachstumsfördernden 45°C toleriert nur wenige Fehler“, so der BSB-Experte.

Die Größe des Speichers muss bedarfsgenau dimensioniert sein, um den notwendigen Volumenaustausch zu gewährleisten. Zu den Anforderungen gehöre auch, dass Trinkwasserspeicher gespült und vollständig entleert werden können. Ihre Innenflächen zu desinfizieren und zu reinigen, muss möglich sein. „Ein- und Zweifamilienhäuser fallen zwar nicht unter die Untersuchungspflicht auf Legionellen, der Speicher ist aber auch hier einmal jährlich durch einen Fachmann zu warten“, so der Rat des BSB-Bauherrenberaters.

PDF zum Downlaod Ratgeber „Legionellenrisiko in Haus und Wohnung“ über die Website des Bauherren-Schutzbund e.V. (2 Seiten)

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