Deutscher Familienverband:

Familien gehören in den Fokus der Wohnungspolitik!

22.03.2017

Die Miete macht heute einen Riesenposten im Portemonnaie von Familien aus. Und auch die Nebenkosten steigen immer höher. Immer weniger Wohnungen eignen sich für Familien mit Kinder. Deshalb fordert der Deutsche Familienverband: Gesetze müssen die Voraussetzung für eine Wohnungsbauförderung, Stadtentwicklung und Infrastrukturplanung schaffen, die sich an den Bedürfnissen von Familien orientiert.

Schiefertafel mit gezeichneter Familie und Haus
BILD: PIXELIO/S.HOFSCHLAEGER

Hohe Wohnkosten treiben Familien in schlechte Wohnlagen oder in beengte Wohnungen. Viele Vermieter bevorzugen bei der Wohnungsvergabe kinderlose Paare oder Alleinstehende. So geraten Familien immer stärker unter Druck.

Familien bei Wohnungssuche unter Druck

Zusätzlich ist die Förderung von Wohneigentum eingebrochen. Nach dem Aus für die Eigenheimzulage machen es hohe Baulandkosten, eine familienblinde Grunderwerbsteuer und Kredite, die junge Familien benachteiligen, schwer, überhaupt noch ein Haus zu bauen.

"Obwohl Wohnen ein Grundbedürfnis ist, müssen gerade Eltern mit mehreren Kindern einen Großteil ihres Einkommens fürs Wohnen ausgeben", kritisiert die Vize-Präsidentin des Deutschen Familienverbandes, Petra Nölkel.

Die DFV-Vize-Präsidentin fordert eine unkompliziert handhabbare Eigenheimzulage, bezahlbare Preise für Bauland und eine Senkung der Grunderwerbsteuer wären erste Schritte hin zu einer familiengerechten Baupolitik. Neue Formen von Wohneigentum in Städten und bezahlbare Mieten müssten dies ergänzen.

Die Familienverträglichkeitsprüfung bei Gesetzen und Verordnungen sei laut DFV ein wirksames Mittel.

Petra Nölkel: "Familien gehören in den Fokus der Wohnungspolitik! Sonst entzieht sich die Gemeinschaft ihr Fundament. Gesetze müssen die Voraussetzung für eine Wohnungsbauförderung, Stadtentwicklung und Infrastrukturplanung schaffen, die sich an den Bedürfnissen von Familien orientiert.

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