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Gefüllte Ziegel für mehrgeschossige Passivhäuser

30. Dezember 2010

Seit jeher gelten Ziegelhäuser im Bereich des Ein- und Zweifamilienhausbaus als Inbegriff für behagliches Wohnen.

Gefüllter Mauerziegel, Foto: UNIPOR Ziegel Gruppe

Sie sind warm und zugfrei, bleiben durch die Wärme¬speichermassen an heißen Tagen kühl und wirken diffusionsoffen. Dass der massive Wandbaustoff auch für den Bau von mehrgeschossigen Gebäuden – sogar nach Passivhausstandard – einsetzbar ist, beweist jetzt der gefüllte Mauerziegel „Unipor W07 Coriso“. In Frankfurt ermöglicht er den monolithischen Bau von 50 Passivhaus-Wohnungen, deren Außenwände einen U-Wert von 0,14 W/(qm x K) erreichen und damit für Passivhäuser geeignet sind.
Energieeffizientes Bauen auf hohem Niveau gewinnt angesichts langfristig steigender Energiekosten zunehmend an Bedeutung. Denn die hiesigen Energiepreise scheinen sich seit vielen Jahren spiralartig nach oben zu bewegen. Der daraus resultierende Druck auf private und öffentliche Bauherren wird zusätzlich durch die Pläne der Bundesregierung verschärft, den Energieverbrauch in Gebäuden bis 2050 maßgeblich zu verringern. Eine besondere Art des energieeffizienten Hausbaus ist das Passivhaus. Es ist eine konsequente Weiterentwicklung der Niedrigenergie- und Energiesparhäuser, verbraucht deutlich weniger Heizenergie und erfreut sich aufgrund dessen stets wachsender Beliebtheit.

Monolithischer Passivhausbau mit gefüllten Unipor-Ziegeln
Laut Definition müssen die opaken – also die nicht lichtdurchlässigen – Außenbauteile bei Passivhäusern einen U-Wert von weniger als 0,15 W/(qm x K) aufweisen. Dass dies nicht zwangsläufig mit einer Zusatzdämmung der Außenwände realisiert werden muss, beweist jetzt der gefüllte Mauerziegel „Unipor W07 Coriso“. Er ermöglicht den monolithischen Bau von Außenwänden, die einen U-Wert von 0,14 W/(qm x K) erreichen und damit für Passivhäuser geeignet sind. Möglich macht das die besondere Füllung des Ziegels aus natürlichen Coriso-Mineralgranulaten. Sie wirkt so hochwärmedämmend, dass eine aufwändige Zusatzdämmung der Außenwände (WDV-System) auch bei den hohen energetischen Anforderungen an ein Passivhaus entfallen kann. Er verfügt in seiner modernen Form über sogenannte Luftporen und eine spezielle Kapillarstruktur. Sie funktioniert ähnlich wie eine Klimaanlage: Die Ziegel nehmen überschüssige Feuchtigkeit im Raum auf und geben sie bei Bedarf wieder ab. Dabei bleibt die Wandoberfläche von verschiedenen Witterungseinflüssen unberührt. „Das Ergebnis ist ein stets trockenes Mauerwerk, das gleichzeitig für ein angenehmes Raumklima sorgt. Mit ihrer hohen Speicherkapazität gleichen Außenwände aus Mauerziegeln nämlich Temperatur¬schwankungen aus. Dies senkt sowohl den Heizwärmebedarf als auch die Heizkosten“, erklärt Dr. Thomas Fehlhaber von der Unipor-Ziegel-Gruppe.

W07 Coriso – praxistauglich auch im Geschosswohnungsbau
Seine Praxistauglichkeit beweist der Unipor W07 Coriso indes auch im Mehrgeschossbau. So kommt der gefüllte Mauerziegel derzeit beim Bau von 50 Passivhaus-Wohnungen im Frankfurter Stadtteil Kalbach zum Einsatz. Um dem hohen Anspruch an energieeffizientes Bauen gerecht zu werden, entschied man sich beim Bau der fünf Mehrfamilienhäuser für den Unipor W07 Coriso. „Der gefüllte Mauerziegel liefert die Wärmedämmung quasi schon mit, so dass kein Wärmedämmverbundsystem nötig ist. Das hat den entscheidenden Vorteil, dass im Gegensatz zu Gebäuden mit WDV-System auch nach 40 oder 50 Jahren keine kosten- und zeitintensiven Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen anstehen“, erklärt Frank Junker, Vorsitzender der Geschäftsführung der ABG Frankfurt Holding. Bereits seit vielen Jahren setzt die renom¬mierte Wohnungsgesellschaft Frankfurter Aufbau AG als Bauherr auf die „Zukunftstechnologie Passivhausstandard“. Sie hat sich auch im Geschosswohnungsbau hervorragend bewährt, da sich im Vergleich zu einem freistehenden Einfamilienhaus die Wärme abstrahlenden Außenflächen beträchtlich reduzieren. „Von den bekannten Pluspunkten des Ziegels, wie beispielsweise einer wohnbehaglichen Atmosphäre, der dauerhaft hochwertigen Gebäudehülle sowie niedrigen Heizenergiekosten werden sowohl die Bauherren als auch die Mieter in Frankfurt-Kalbach profitieren“, erklärt Fehlhaber.

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