Wie gut ist Ihre Firmenhomepage?

Oktober 2015
Die Inhalte eines Onlineauftritts sollten auf mobilen Geräten lesbar sein. FOTO: CEBEDESIGN

Eine auf mobile Endgeräte zugeschnittene Version wird immer wichtiger, ebenso wie die Überlegung einen Blog oder eine flankierende Facebook-Seite anzubieten. Eins sollte klar sein: Die Firmenpräsenz braucht aktuelle Inhalte und Pflege.

Denn eines ist klar: Eine Web-Präsenz ist ein Muss. Doch sie muss vom Kunden auch gefunden werden, auch wenn die (jüngere) Zielgruppe nur noch mit dem Smartphone surft.

Bei der Planung und Realisierung einer Web-Präsenz sind konzeptionelle, technische, gestalterische und rechtliche Aspekte zu berücksichtigen. Zu den konzeptionellen Entschei­dungen gehört die Frage, ob man sich zusätzlich oder anstelle zur konventionellen Website für einen Blog entscheidet. Bei einem Blog werden aktuelle Inhalte in chronologischer Reihenfolge eingestellt und so tagesaktuelle Informationen vom und über das Unternehmen sowie verwandte Themen verbreitet.

Auch eine eigene Seite in sozialen Netzwerken, wie etwa Facebook, kann eine Ergänzung sein. Immer mehr Suchanfragen erfolgen über Smartphones. Deshalb sollten Webinhalte auf Mobilgerä­ten nicht einfach nur kleiner dargestellt, son­dern „intelligent“ angepasst werden, was erst bei rund 15 Prozent aller Unterneh­mens-Seiten der Fall ist. Die dafür notwen­dige Technik heißt „Responsive Webdesign“. Dabei werden Webseiten so programmiert, dass sie sich selbstständig auf das jeweilige Ausgabegerät optimal anpassen.

Aussagekräftige Domain
Die Wahl des Adress-Namens (Domain), unter dem ein Internet-Auftritt ab­rufbar ist, ist wichtig. Je einfacher, präziser und eingängiger die Domain-Adresse ist, desto besser. Eingebürgert hat sich eine Tätigkeits- oder Branchenbezeichnung z. B. „Hausverwalter“ oder „Immobilien“, gefolgt vom Firmennamen, also beispielsweise .hausverwalter.mueller.de. Da aber häufig vorkommende Namen schon verge­ben sind, muss man sich etwas einfallen lassen. So kann man sich beispielsweise überlegen, wonach potenzielle Kunden su­chen würden oder auf welche Bereiche sich das eigene Unternehmen spezialisiert hat (z. B. .gewerbe-immobilien-maier.de etc.).

Augenmerk auf die Startseite („Home­page“)
Die Startseite entscheidet über den ersten Eindruck und trägt viel dazu bei, ob Besucher weiterklicken oder länger verwei­len. Häufige Fehler sind nutzlose „Begrü­ßungsseiten“ oder schlecht gestaltete, auf­wändig animierte oder grafisch überladene Startseiten ohne Informationsgehalt, die den Besucher auf die Geduldsprobe stel­len. Besser ist eine einfache, klare Start­seite, die Seriosität ausstrahlt – mit weni­gen, aber professionellen und attraktiven Fotos, einer Kurzvorstellung, gegebenen­falls einer Sprachwahl, dem Menü und den Kontaktdaten. Sie sollte sofort erkennen lassen, dass es sich um Immobilien und konkret um das Hausverwaltungs-Unterneh­men Müller handelt.

Gute Seitennavigation, klares Layout
Wichtig ist, dass der Besucher die Struktur einer Seite auf Anhieb versteht und jederzeit erkennt: Wo bin ich? Woher komme ich? Wohin kann ich gehen? Ob man dazu Pulldown-Menüs, so genannte „Reiter“ oder eine seitliche Menü­leiste verwendet, ist eher Geschmackssache. Alle haben Vor- und Nachteile. Viel wichtiger sind treffende und eindeutige Menünamen, die Rückschlüsse auf den In­halt erlauben sowie eine richtige Zuordnung der Untermenüs. Ebenso wichtig ist eine gut lesbare Schrift (z. B. keine weiße Schrift auf hellgrauem Grund). Die Seiten sollten ein­fach, zurückhaltend und weder mit Text noch mit Bildern überladen sein. Animierte Ge­staltungselemente verbieten sich ange­sichts der Reiz- und Informationsflut im In­ternet von selbst. Eine Suchfunktion sollte ebenso selbstverständlich sein, wie eine so genannte „Sitemap“ (Inhaltsverzeichnis). Auch im Internet sollte man seinem „Offline“-Unternehmensauftritt (Corporate Identity) treu bleiben. Deshalb ist es sinnvoll, das Seitenlayout bzw. Design am bestehenden Unternehmensdesign zu orientieren (Firmen­logo, Farben, Schriftarten etc.).

Pflicht-Inhalte und die Kür
Zu den Pflicht-Rubriken gehö­ren „Unternehmen“ bzw. „Profil“, „Leistun­gen“, „Referenzen“, „Kontakt“ (inklusive An­gabe persönlicher Ansprechpartner), „An­fahrt“ (inklusive Geschäftszeiten und druck­barer Anfahrtsbeschreibung!) sowie das „Impressum“ (siehe auch folgender Absatz „Recht“).

Zur „Kür“ gehören mindestens ge­nauso sinnvolle Rubriken wie „Aktuelles“, „Service“, „Links“ oder „Download“. Dienen die Inhalte ausschließlich der Selbstdarstel­lung, wird für den Besucher der Anreiz, die Seite ein zweites Mal zu besuchen, eher ge­ring sein. Orientiert sich der Auftritt dagegen am Bedürfnis der Kunden und bietet er Zu­satznutzen, dann werden auch neue Besu­cher angelockt. Wichtig sind auf die Ziel­gruppe zugeschnittene Inhalte, z. B. kom­mentierte Linklisten, Tipps und Hinweise aus dem Immobilienbereich etc. Vor allem sollte man stets die Perspektive eines Besuchers und potenziellen Kunden einnehmen und sich daran orientieren, was er wissen will: Wie lange existiert das Unternehmen schon? Wer sind die Kunden? Ist das Unternehmen seriös und zuverlässig? Was unterscheidet das Unternehmen von anderen? Wer diese und weitere Fragen beispielsweise anhand kurzer Kundenstatements überzeugend be­antworten kann, hat schon viel erreicht.

Grafiken professionell einbinden
Neben Fotos möchte man manch­mal auch Grafiken, Pläne oder 3D-Objekte online präsentieren. Doch welches Daten­format eignet sich für welche Zwecke? Für Fotos hat sich das JPG-Format etabliert – es kann „Echtfarben“ (16,7 Millionen Farben) darstellen und weist eine relativ geringe Da­teigröße auf. Für die Abbildung einfacher Grafiken ist dagegen das GIF-Format sinn­voller. PNG, ein weiteres „Internet-Format“, vereint die Vorteile von JPG und GIF (verlust­freie Kompression, Farbtiefe und Transpa­renz). Während die Internet-Standardfor­mate für die Darstellung von Rasterbildern (JPG, GIF, TIF etc.) ohne zusätzliche Soft­ware auskommen, erfordern Vektordaten für die Anzeige von Plänen Software-Erwei­terungen (so genannte „Plugins“), was tech­nisch nicht immer funktioniert und Ladezei­ten hervorruft. Vorteile von Vektordaten: sie lassen sich ohne Qualitätsverlust zoomen, die Dateigröße ist vergleichsweise gering, was insbesondere z. B. für Grundrisspläne wichtig ist.

Suchbegriffe: DigitalisierungFacebookFokusSEOWebdesignWebpräsenz

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