Aufklärungspflicht des Maklers

Gericht
OLG München

Urteil vom
19.11.2014

Aktenzeichen
20 U 2215/14

1. Ein Makler verletzt seine Aufklärungspflicht, wenn er im Internet und Exposé ein Objekt als „komplett unterkellert“ anbietet, obwohl ihm bekannt ist, dass nur eine Teilunterkellerung vorliegt, und er den Käufer hierüber nicht aufklärt. 2. Verletzt der Makler seine Aufklärungspflicht, hat er den Käufer so zu stellen, wie dieser stehen würde, wenn die Pflichtverletzung unterblieben wäre. 3. Der Käufer kann entweder die Erstattung des Kaufpreises sowie Nebenkosten etc. Zug um Zug gegen Übertragung des Grundstücks verlangen oder an dem Vertrag festhalten und Ersatz des sog. Differenzschadens verlangen. 4. Zur Ermittlung des Differenzschadens ist die aufgrund der Pflichtverletzung eingetretene Vermögenslage mit der Vermögenslage zu vergleichen, die sich ohne die Pflichtverletzung ergeben hätte. 5. Der Käufer hat gegenüber dem Makler in der Regel keinen Anspruch auf Ersatz der Kosten, die entstehen, um das Objekt in den Zustand zu versetzen, welches es nach dem ­Exposé haben sollte.(Leitsätze des Bearbeiters)

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IVV 01/2015 | 98.73 KB | 2 Seiten | Dr. Olaf Steckhan

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