Bilanz der Sächsischen Wohnungsgenossenschaften

Sachsen: Neubau minus Rückbau = 150 neue Wohnungen in 2017

13.01.2018

Der Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V. (VSWG) zieht für seine Mitglieder ein positives Jahresresümee. Es wurden 52,8 Millionen Euro mehr als im Jahr 2016 investiert. Und es gab seit der Wende erstmals mehr Neubau als Abriss.

 

Auf einem vierstöckigen Wohnblock in Typenhausbauweise wurden zwei Stockwerke aufgesetzt.
Etagenaufstockung der WG Johannstadt in der Dresdener Blasewitzer Straße 28-34. FOTO: Lothar Sprenger

Nach vorläufigen Schätzungen wurden im letzten Jahr 600 Wohnungen von den 211 Wohnungsgenossenschaften, die im VSWG organnisert sind, neu gebaut.

Neubau versus Rückbau

Auf der anderen Seite bestand aber auch Rückbaubedarf. Es wurden im Jahr 2017 wieder 450 Wohnungen vom Markt genommen. Damit übersteigt der Neubau den Rückbau um mehr als 150 Wohnungen. 

Die demografische Schere zwischen schrumpfenden und wachsenden Regionen öffnet sich immer weiter. Themen wie „Sicher und selbstbestimmt Wohnen“, die Wohnung als Gesundheitsstandort und generationenübergreifendes Wohnen rücken in den Fokus. Aus diesem Grund hat der VSWG im November 2017 auch die „Allianz für attraktive Städte“ gegründet, um insbesondere die Ankerstädte im ländlichen Raum zu stärken.

Insgesamt positives Resümee ders Verbands VSWG

Die Investitionen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 9,8 Prozent. So wurden insgesamt mehr als 416 Millionen Euro in den Neubau sowie die Modernisierung investiert. „Das sind nochmals 52,8 Millionen Euro mehr als im Jahr 2016“, betonte Dr. Axel Viehweger, Vorstand des VSWG, beim Jahresauftaktpressegespräch am 11. Januar 2018.

Der Investitionsanstieg geht neben der um ca. 11 Millionen Euro erhöhten Instandhaltung vor allem auf die Neubauinvestitionen zurück, die verglichen mit 2016 um über 42 Millionen Euro stiegen. „Grundsätzlich lassen sich die deutlich gestiegenen Investitionen durch das günstige Zinsumfeld erklären.

Viele Unternehmen nutzen das niedrige Zinsniveau, um Investitionen zu tätigen oder den aufgrund von Umschuldungen gewonnenen Spielraum für Modernisierungen oder vorgezogene Instandhaltungen zu gebrauchen“, erläuterte Sven Winkler, Referent Betriebswirtschaft des VSWG.

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