Tipps: Heizkosten senken durch technische Prüfungen

So drücken Sie Ihre Heizkosten

05.10.2017

Mit ein paar technischen Tricks lassen sich leicht eine Wohlfühltemperatur herstellen und gleichzeitig Energiekosten sparen. Zu Beginn der Heizsaison informiert das vom Umweltministerium Baden-Württemberg finanzierte Informationsprogramm Zukunft Altbau über wirtschaftliches Heizen.

Ein-Euro-Münze von blauen Gasflammen umkränzt
Heizkosten lassen sich mit kleinen technischen Kniffen senken. Foto: DIG

Moderne Thermostatventile einbauen

Wer jederzeit optimal heizen will, sollte programmierbare Heizkörperthermostate einbauen. Diese regeln die Temperatur direkt am Heizkörper – je nach Einstellung und Vorliebe. So geht man sicher, dass in jedem Raum und zu jeder Uhrzeit bestmöglich geheizt wird, ohne jeden Heizkörper einzeln in die Hand zu nehmen.

Die kleinen Helfer gibt es auch mit Funkkommunikation oder sie können per App gesteuert werden. Insbesondere in Mietwohnungen ist dies sinnvoll: Dort wird die zentrale Heizungsregelung in der Regel auf sehr kurze Nachtabsenkungen eingestellt, da viele Nutzer mit unterschiedlichem Heizverhalten zu berücksichtigen sind. Im eigenen Haus unterscheiden sich vor allem im Bad die Nutzungszeiten von denen der restlichen Wohnung: Hier kann die Heizung nach dem morgendlichen Badbesuch entweder von Hand oder elektronisch bis zum Abend deutlich abgesenkt werden.

Heizkörper entlüften

Befindet sich Luft im Heizkörper, wird das heiße Wasser, das durch die Heizkörper gepumpt wird, nicht optimal verteilt. Die Folge: Die Heizkörper – meist in den obersten Räumen im Haus – bleiben zum Teil kalt. Vor der Heizsaison, spätestens jedoch wenn die Heizung gluckert oder nicht richtig warm wird, sollten die Heizkörper entlüftet werden. Das funktioniert ganz einfach mit einem Heizungsschlüssel.

Rohrleitungen dämmen

Laufen Heizungsrohre durch kalte Räume, wie etwa im Keller, kühlen sie aus und verlieren einen Teil der zuvor erzeugten Wärme. Eine Dämmung der Warmwasserleitungen im kalten Raum sorgt dafür, dass die Wärme möglichst verlustfrei die Heizkörper in den Wohnräumen erreicht. Übrigens: Die alten, mit Gipsbinden ummantelten Isolierungen sind nicht mehr effizient. Moderne Rohrdämmungen sind etwa doppelt so dick wie die alte Dämmung und verfügen über ein effizienteres Dämmmaterial.

Heiztechnik überprüfen

Wenn die Heizkosten trotzdem zu hoch sind, sollte eine gründliche Heizungsüberprüfung durch einen Fachmann erfolgen. Ein Heizungsspezialist führt einen hydraulischen Abgleich durch, prüft, ob die Heizungspumpe erneuert werden sollte und stellt die Heizungsanlage auf den persönlichen Bedarf ein. Die preiswerten Maßnahmen sparen zehn bis 15 Prozent der Heizkosten ein. Sie haben sich meist nach ein oder zwei Jahren amortisiert. Auch der Einbau einer moderneren Heizung spart Kosten: Die neuen Anlagen verbrauchen nochmals 10 bis 15 Prozent weniger Energie als alte, um den gleichen Komfort zu erzielen.

Professionelle Beratung vom Spezialisten

Weitere Tipps und Energiesparhilfen geben qualifizierte Gebäudeenergieberater und Mitarbeiter regionaler Energieagenturen. Die Experten analysieren den energetischen Gesamtzustand des Hauses oder der Wohnung und können erkennen, ob eine neue Gebäudetechnik oder Maßnahmen an der Gebäudehülle nötig sind. Durch undichte Türen und Fenster sowie schlecht gedämmte Fassaden verlieren Häuser im Winter viel Wärme.

Neutrale Informationen gibt es kostenfrei über das Beratungstelefon von Zukunft Altbau 08000 12 33 33 oder unter www.zukunftaltbau.de.

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