Unwetterschäden können teuer werden

So sichern Sie Ihr Haus gegen Herbststürme

27.09.2017

Herbstunwetter verursachen jedes Jahr in Deutschland Schäden in Millionenhöhe. In den vergangenen Wochen hatten viele Bundesländer bereits einen kleinen Vorgeschmack. Daher sollten Hausbewohner rechtzeitig daran denken, ihr Zuhause auf die Unwetterzeit vorzubereiten. Welche Vorsorgemaßnahmen dabei sinnvoll sind und worauf bei einem unmittelbar heranziehenden Sturm zu achten ist.

Ein Baum ist auf das Dach eines Hauses gestürzt.
Die Zerstörungskraft eines Herbststurmes. Foto: ERGO

Herbststürme entwickeln eine ungeheure Kraft. Sie können selbst dickste Äste abbrechen oder sogar ganze Bäume umstürzen. Daher sollten Gartenbesitzer ihre Bäume regelmäßig kontrollieren: Welcher Baum ist krank oder morsch und hält einem Sturm nicht mehr Stand? Bei der Überprüfung kann beispielsweise ein Fachmann aus einer Gärtnerei helfen. Wenn nötig, müssen Äste gestutzt oder sogar der ganze Baum entfernt werden.

Den Zustand von Dach und Wasserabläufen prüfen

Auch bei der Überprüfung des Daches auf lose Ziegel oder lockere Begehungs- oder Schneeschutzsysteme kann ein Fachmann – in dem Fall ein Dachdecker – hilfreich sein. Herbststürme kommen oft zusammen mit Starkregen. Gerade im Herbst die Regenrinne und Fallrohre regelmäßig überprüfen und von Laub reinigen. Denn eine verstopfte Regenrinne kann überlaufen und die Fassade beschädigen. Damit sich das Abwasser aus dem Kanal bei starkem Regen nicht ins Haus zurückstaut und den Keller unter Wasser setzt, sollten Hausbesitzer zudem regelmäßig prüfen, ob alle Rückstauventile und Bodeneinläufe frei sind. Auch Kellerfenster und Lichtschächte sollten sie in Augenschein nehmen und überlegen, ob wasserdichte Kellerfenster und Lichtschächte Schutz vor einströmenden Wassermassen bieten könnten.

Was zu tun ist, wenn ein Sturm heraufzieht

Steht ein Herbststurm unmittelbar bevor, sollten Hausbewohner folgende Maßnahmen ergreifen: Alle Fenster und Türen sowie Rollläden oder Fensterläden schließen. Selbst ein gekipptes Fenster kann bei starkem Wind so heftig gegen den Rahmen schlagen, dass die Scheiben zerbrechen. Gartenmöbel und Blumentöpfe sollten Hausbewohner entweder in die Garage oder das Gartenhaus räumen oder zumindest befestigen. Auch Autos, Motorräder und Fahrräder sind in der Garage sicherer. Droht ein Gewitter, kann es empfehlenswert sein, elektrische Geräte vom Stromnetz zu nehmen. Denn auch ein Blitzeinschlag in einiger Entfernung kann zu kostspieligen Überspannungsschäden führen. Allerdings kündigen sich Unwetter nicht immer an. Da kann es hilfreich sein, frühzeitig Bescheid zu wissen, um Hab und Gut in Sicherheit bringen zu können.

Welche Versicherungen wichtig sind

Leider können Hausbewohner trotz bester Vorsorge nicht alle Sturmschäden verhindern. Daher ist der richtige Versicherungsschutz unverzichtbar. Eine Wohngebäudeversicherung, die die Gefahr ‚Sturm‘ einschließt, ist für Hausbesitzer ein Muss. Diese Police deckt ab Windstärke acht Sturm- und Sturmfolgeschäden an der Immobilie ab. Der Versicherer zahlt dann, wenn zum Beispiel ein entwurzelter Baum das Dach zerstört – allerdings nur, solange Haus und Garten ordentlich gewartet sind. Eine Hausratversicherung ist ebenfalls empfehlenswert: Sie deckt Schäden an der Einrichtung ab. Wichtig: Wohngebäude- und Hausratversicherung sollten den Schutz vor Elementarschäden beinhalten. So sind auch Folgeschäden von Unwettern abgesichert, beispielsweise ein überschwemmter Keller samt vom Wasser beschädigter Waschmaschine. Um für Sturmschäden am Auto gewappnet zu sein, ist mindestens eine Teilkaskoversicherung notwendig.

Quelle: ERGO

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