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Türenaustausch im fliegenden Wechsel

16. Mai 2011

Türen in Haus und Wohnung schließen normalerweise leise und ohne Kraftaufwand. Sie sind dicht und schützen so vor Zugluft. Ist das nicht mehr der Fall, sollten sie ausgetauscht werden.

Beim Einbau neuer Türen auch ohne Baustellensituation. Foto: Wüstenrot Bausparkasse AG

Neue Innentüren, in Material und Farbe dem persönlichen Geschmack angepasst, dazu handgerechte Klinken, bringen frische Akzente in die Wohnräume. Bei der heutigen Systemtechnik laufen Türrenovierungen „nebenher“ und sind kein großer Renovierungsakt. Türen im Wohnbereich müssen nicht ausschließlich dem Zweck dienen, Räume zu verbinden.
Sie können mehr: Als individueller Einrichtungsgegenstand beeinflussen sie Wohnatmosphäre. Mit einer Fläche von rund 2 qm tragen sie ebenso zum Gesamteindruck eines Raumes bei wie Bodenbeläge und Möbel. Aber auch im ganz praktischen Sinne sind neue Türen von Nutzen: Um zum Beispiel mehr Licht in den Flur zu bringen, könnte die neue Tür zum Wohnzimmer mit einem Glaseinsatz ausgestattet werden.

Harmonisch abgestimmt
Bei manchen Systemtechniken muss nicht mal mehr der alte Türrahmen, Zarge genannt, entfernt werden. Dadurch entfallen Stemm- und Verputzarbeiten, die häufig von Lärm und Schmutz begleitet sind. In anderen Fällen wird das gealterte Furnier entfernt und nur der Türkern aufgearbeitet, sofern er eine gute Qualität hat; er bekommt dann ein neues Outfit im gewünschten Dessin. Wird die Tür „aus einer Hand“ geliefert, sind Gläser, passende Zargen sowie die Beschläge – also Klinken und Blenden – bei allen Türarten und -systemen durchgängig aufeinander abgestimmt.
Auch bei den Türfüllungen, dem eigentlichen Türblatt, gibt es die unterschied¬lichsten Ausstattungen. Türfüllungen können dekorativ aus Holz oder Metall und eventuell mit einer Schmuckleiste verziert sein. Sie können aber auch ein Kassetten¬element, aus Struktur-, Blei- oder farbigem Glas oder mit Intarsien verziert sein. Welche Art von Tür infrage kommt, hängt jedoch nicht zuletzt von ihrer Funktion und den damit verbundenen Anforderungen an den Brandschutz oder Schallschutz ab.
Wer von der typischen Form von Innentüren abweichen will, kann sich für flächenbündige Türen entscheiden. Bei diesen liegen entweder Tür und Zarge oder sogar Tür, Zarge und Wand auf einer Ebene. Auch raumhohe Türen sind möglich. Dabei ist zwischen einer bis zur Zimmerdecke reichenden und einer normal hohen Tür mit Oberblende zu unterscheiden.

Das Material – preiswert bis wertvoll
Ob als geschlossenes, weiß lackiertes Türblatt mit oder ohne Glaseinsatz oder kontrastreicher mit Holzintarsien versehen – der persönliche Geschmack entscheidet. Sollten Echtholztüren zu empfindlich sein, z. B. weil Kinder im Haus herumtoben, wäre ein alternatives Material die Lösung: Türblätter mit robuster CPL-Beschichtung. Dabei handelt es sich um ein mehrschichtig verpresstes Laminat-Material mit sehr widerstandsfähiger Oberfläche. CPL ist gegenüber milden Säuren, Laugen und Lösungsmitteln beständig. Der Werkstoff ist in Unifarben sowie in einer Vielzahl von Holz- und Fantasiedekoren mit diversen Oberflächenstrukturen, mit glatter oder geschliffener Rückseite zu haben.

Der richtige Griff
Die Türgriffe werden häufig als Türdrücker oder Türgarnituren bezeichnet. Sie bestehen aus zwei Drückern und zwei Türschildern oder Türrosetten. Türgriffe werden in Aluminium, Edelstahl, Kunststoff oder Messing hergestellt. Griffe aus Metall glänzen zwar edel, werden aber von vielen Bewohnern abgelehnt, weil sie eher kalt in der Hand liegen. Nur wenige Hersteller bieten Griffe aus Holz an. Es macht ein warmes Greifen möglich. Sie werden in Handarbeit gefertigt und mit natürlichen Ölen und Wachsen oberflächenveredelt.
Werden auch Außentüren ausgetauscht, sollte man darauf achten, dass sie stabil sind und sich nicht verformen. Eine Tür trennt oft Bereiche mit unterschiedlichen Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen. Dieses Differenzklima kann sich auf eine Türoberfläche auswirken und in extremen Fällen Verformungen hervorrufen. Außentüren müssen deshalb in ihrem „Innenleben“ beständig gegenüber den Einflüssen des Differenzklimas und deshalb stabil gegen Verformungen sein.

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