Umgang mit Mietern aus dem Orient Kultur – Konflikte - Kompetenzen

Termin

25.04.2018

Veranstalter

Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.
Tangstedter Landstraße 83
22415 Hamburg
Tel: 040 / 520 11 - 0
Fax: 040 / 520 11 - 201 / - 261
E-Mail: info@vnw.de
www.vnw.de

Veranstaltungsort

Radisson Blu Senator Hotel, Willy-Brandt-Allee 6, 23554 Lübeck

Kategorie

Lehrgang / Seminar

Die Wohnungswirtschaft hat aufgrund ihres großen Engagements bei der Wohnraumversorgung von Flüchtlingen mit vielen Menschen aus dem orientalischen Raum zu tun. Die Herausforderung ist nun, diese noch nicht oder nur teilweise gesellschaftliche, ökonomisch und kulturell integrierten Bewohner in die Nachbarschaften der Wohnungsunternehmen möglichst konfliktfrei einzufügen.

Ziele des Workshops:

  • Einordnen des Flüchtlingsgeschehens am Standort des Unternehmens in den größeren Zusammenhang im jeweiligen Bundesland, Deutschlands und Europas.
  • Verstehen, dass Flüchtlinge aus dem Orient aus ganz unterschiedlichen Kulturen kommen, verschiedene Sprachen und Dialekte sprechen und unterschiedlichen Religionsgemeinschaften angehören.
  • Typische Probleme in der Betreuung und im Wohnzusammenhang identifizieren und systematisieren – handlungsalternativen gemeinsam diskutieren und Prioritäten entwickeln (Konfliktprävention, Mietvertragsfähigkeit herstellen).
  • Mit Rückendeckung der Geschäftsführung Grenzen von Kundenorientierung definieren.

Ziel: realistische Erwartungshaltung an die operativ tätigen Mitarbeiter entwickeln und
gegenüber Lokalpolitik und Medien vertreten.

Zielgruppe: Führungskräfte und Mitarbeiter mit Kontakt zu (zukünftigen) Mietern
aus dem Orient

Inhalte:

  • Wissenstransfer: Flüchtlingsproblematik in Daten und Fakten, Wanderungsmotive
  • Sammeln der wichtigsten Problemlagen und Herausforderungen im täglichen Umgang mit Flüchtlingen, Systematisierung
  • Perspektivwechsel – wie sehen uns die „anderen“?
  • Erklärung einzelner ehtnischer, kultureller und religiöser Hintergründe und Ursachenforschung für dortige Konfliktlinien:
  • Araber, Berber, Kurden, afghanische Volksgruppen, Perser, Turkvölker
  • Sunniten, Schiiten, Aleviten, orientalische Christen etc.
  • Islamistischer Extremismus
  • Bildungssystem, Ökonomie, Bedeutung von Familie, Korruption, Verhältnis zu staatlichen Autoritäten, Stellung der Frau
  • Typische Alltagsgewohnheiten, Feste, Tagesablauf, Geschlechtertrennung im privaten, halböffentlichen und öffentlichen Raum, Spannungsverhältnis privat-öffentlich
  • Wohnsituation und -verhalten in den Heimatländern, Bedeutung/Wertschätzung des halböffentlichen und öffentlichen Raumes im Hinblick auf z.B. Sauberkeit, Pflege
  • Nach Identifizierung der wichtigsten Konflikte und „pädagogischen Herausforderungen“ im
  • Umgang mit Flüchtlingen werden gemeinsam mit den Teilnehmern Handlungsmuster und
  • konfliktvermeidende Kommunikationswege entwickelt. Identifiziert werden fehlende Hilfsmittel/
  • Unterstützung (einfach gehaltene muttersprachliche Anleitungen und erklärende Flyer,
  • Comics/Piktogramme für Analphabeten, muttersprachliche Betreuer , …)
  • Schließlich werden Grenzlinien bei der Anpassungsfähigkeit von Seiten der Wohnungsunternehmen im Umgang mit den neuen Mietern definiert.

Dabei geht es um Situationen wie:

  • Kein Zutritt in die Wohnung für männliche Mitarbeiter;
  • Kein die-Hand-geben einer Mitarbeiterin;
  • Mögliche Rassismusvorwürfe beim Verlangen nach ungerechtfertigter Bevorzugung und Vorteilsgewährung;
  • Probleme mit medial vermittelten Vorwürfen und Konflikten (Lokalmedien)
  • Überzogene/unerfüllbare Erwartungen der Kommune

Abschließend geht es um Strategien für die Gestaltung von Mietverhältnissen (rechtlich,
kommunikativ, medial).

Mehr Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung

WEITERLESEN: Dossier der IVV immobilien vermieten & verwalten

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