Verwahrlosung abbauen - Ein Training zum Umgang mit verwahrlosten Mietern
Verwahrloste Wohnungen schädigen Vermieter mehrfach: Die Instandsetzung ist mit hohen Kosten verbunden, Gestank und Müll belästigen Nachbarn und schaden dem ruf des Hauses. Verwahrlosung ist zumeist ein Symptom für tiefer liegende Probleme des Mieters: eine Suchterkrankung, eine Demenz oder milieubedingte Einflüsse, durch die eine schleichende Gewöhnung an die Verwahrlosung entsteht. In zahlreichen Fällen führt eine kooperative Strategie, bei der der verwahrloste Mieter in die Lösung des Problems einbezogen wird, weiter als eine konfrontative Strategie, bei der mit Hilfe mietrechtlicher Schritte eine Besserung oder ein Auszug des Mieters erreicht werden soll.
Um Verwahrlosung richtig einzuschätzen und erfolgreich abzubauen, muß zwischen verwahrlosten Menschen und "Sammlern" mit Messie-Syndrom unterschieden werden. Ebenso spielt es eine Rolle, ob jemand die eigene Verwahrlosung krankheitsbedingt nicht erkennt oder ob jemand um die eigene Notlage weiß, aber unfähig ist, Auswege zu nutzen. Kundenbetreuer können Verwahrlosung außerdem schneller und erfolgreicher bekämpfen, wenn sie um kommunale Einrichtungen und Hilfewege wissen, die bei verschiedenen Verwahrlosungstypen genutzt werden sollten.
Anhand von Fällen aus der Praxis trainieren Mitarbeiter von Wohnungsunternehmen in diesem Seminar, welche Typen von Verwahrlosung es gibt, mit welcher kommunikativen Strategie der Mieter am erfolgreichsten zur Kooperation bewegt wird und welche Institutionen in die Lösung der Notlage einzubeziehen sind.
Europäisches Bildungszentrum der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (EBZ)
gemeinnützige Stiftung
Springorumallee 20
44795 Bochum






































