Wenn der Heizungskessel online geht

27.04.2016

Rund 80 Prozent aller Heizungen in Deutschland entsprechen nicht dem aktuellen Stand der Technik. Der Austausch der veralteten Heizungsanlage ist oft die wirtschaftlichste und kosteneffizienteste Modernisierungsmaßnahme zum Energiesparen, zur Reduktion der Treibhausgas-Emissionen und zur Aufwertung der Immobilie. Smart Home Applikationen verstärken dieses Einsparungspotential und die neuen Förderungen geben attraktive Anreize jetzt tätig zu werden.

FOTO: HOVAL GMBH

Mit dem Einbau einer neuen Heizungsanlage kann man mit einem Schlag nachhaltig etwas für den Klimaschutz und das Energiesparen tun. Eine Heizungsmodernisierung schont auch mittel- und langfristig den Geldbeutel: knapp 40 Prozent des Endenergieverbrauchs in Deutschland und rund ein Drittel der Treibhausgasemissionen entfallen auf den Gebäudebereich. Der Heizungsbestand in Deutschland ist geprägt von sehr alten und oft ineffizienten Gas- und Ölheizungen. Das Durchschnittsalter einer Heizung in Deutschland liegt derzeit bei 17,6 Jahren. In der Praxis erfolgt jedoch der Austausch durch modernere, effizientere Heizungen erst dann, wenn der Weiterbetrieb der Altanlage nicht mehr möglich ist. Indessen ist eine Förderung oft nicht mehr möglich und der Verbraucher verschenkt schon vorher durch die Ineffektivität bares Geld. Es schlummert ein enormes CO2- und Energie-Einsparungspotential in den deutschen Kellern vor sich hin.

Heizungssanierung lohnt sich 2016 noch mehr - KfW und BAFA-Zuschüsse steigen deutlich
Damit der Knoten beim Modernisierungsstau endlich platzt, hat zum 1. Januar 2016 die Bundesregierung das Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE) und die Richtlinie zur Förderung der beschleunigten Modernisierung von Heizungsanlagen bei Nutzung erneuerbarer Energien gestartet. Diese Initiative kann ab Anfang dieses Jahres auf ein jährliches Budget von 165 Mio. Euro über drei Jahre für Zinsverbilligungen und Zinszuschüsse verfügen. Das heißt: Hausbesitzer, die ihre Heizung austauschen möchten, können ab sofort eine zusätzliche Förderung erhalten. Das APEE soll die Sanierung veralteter Heizungen signifikant voranbringen und den CO2-Ausstoß in Deutschland weiter reduzieren. Die Förderung gilt für Vorhaben, die ab dem 1. Januar 2016 in Betrieb genommen werden. Ob die Heizung einer Sanierung bedarf, können Verbraucher künftig leichter erkennen: Ab 2016 erhalten sukzessive alle Heizgeräte, die älter als 15 Jahre sind, ein Energielabel.

Smarte Generation des Heizens nutzt Informationen wie Wetter und Gebäudebeschaffenheit
Wer sich für ein neues Heizungssystem entscheidet, sollte über eine internetfähige und smarte Heizungsanlage nachdenken. Die Wärmeerzeuger der neuen Generation vernetzen sich intelligent zu einem ökonomisch und ökologischen Gesamtsystem und nutzen Informationen wie Gebäudebeschaffenheit oder Globalstrahlung.

Verbraucher können darüber hinaus ihre Heizung über das Smartphone, das Tablett, den PC oder die Steuerungseinheit bedienen und sie auf ihren Tages- oder Wochenablauf perfekt abstimmen. So wird Energie gespart.

Regelmäßige Wartung der Heizungsanlage
Ähnlich wie das moderne Auto muss auch ein fortschrittliches Heizungssystem regelmäßig gewartet werden. Es gibt bereits Systeme, die einen Servicebedarf selbständig und rechtzeitig auf einem Smartphone anzeigen können. Der Anlagenbesitzer sowie der Anlagenbetreuer würden automatisch benachrichtigt.

ErP: Ein Hersteller, ein Label - keine Probleme
Wenn alle Komponenten einer Heizungsanlage von einem Hersteller stammen und  aufeinander abgestimmt sind, sollte nicht nur das System einwandfrei und ohne Reibungsverluste funktionieren - auch die Berechnung des Energie-Effizienz-Labels (ErP) sollte dann einwandfrei vonstatten gehen.

Welche Sanierungsmaßnahmen im jeweiligen konkreten Fall sinnvoll sind, ermittelt der Fachhandwerker bei einem professionellen Heizungs-Check.

Quelle: Hoval GmbH

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