Nutzen von Building Information Modeling (BIM)

BIM im Bestand: Datenpflege tut Not

19.10.2018
Die Digitalisierung von Arbeitsprozessen entlastet Mitarbeiter in Wohnungsunternehmen. So zum Beispiel die Pflege von Bestandsdaten für das Arbeiten mit der Methode BIM. BILD: ADOBESTOCK/GETIFIX.

Die Digitalisierung schafft viele neue Möglichkeiten für die Immobilienwirtschaft. So können Prozesse automatisiert und Mitarbeiter entlastet werden. Daher ist es nur konsequent, dass auch der sehr arbeits- und kostenintensive Bauprozess digitalisiert werden soll.

Datenpflegekonzept zwingend erforderlich

Das Vorhalten  von Bestandsinformationen für zahlreiche Arbeitsprozesse ist zukünftig wichtig und sinnvoll. Neben der kritischen Diskussion über die Datentiefe („weniger ist mehr“), sollte jedes Unternehmen sich auch frühzeitig mit dem Datenpflegekonzept beschäftigen.

Nur wenn  die  Datenpflege durch die eigenen Mitarbeiter akzeptiert und dauerhaft praktiziert wird, bleiben Bestandsdaten aktuell und nutzbar.

Während die BIM-Modelle bei Neubau oder Großmodernisierung  durch Spezialisten  in Planungsbüros erstellt werden, erfolgt die permanente Datenpflege in den Wohnungsunternehmen. Deren Mitarbeiter müssen das Datenmodell und die logischen Beziehungen verstehen. Der Austausch von Fenstern oder Heizungsanlagen ist nicht trivial, da die Verknüpfung zu den Bauteildatenkatalogen sehr sorgfältig aktualisiert werden muss. Diese Aufgabe wird viele der aktuellen Mitarbeiter überfordern.

Deutlich einfacher und praktikabler ist die Datenpflege in einer alphanumerischen Datenbank wie IGISsix  mit üblichen Funktionen zur Massendatenpflege („Tausche alle alten Holzfenster gegen neue Kunststofffenster“).

Doch auch hier gilt: „Das Datenpflegekonzept ist zwingend erforderlich!“, denn auch zukünftig wird die Datenpflege einen signifikanten manuellen Aufwand darstellen. Dafür sind  Kapazitäten vorzuhalten und Qualitäten abzusichern.

Falls Sie, liebe Leser, Bestandsdaten erfassen wollen und zur Prozessunterstützung nutzen wollen, bietet Ihnne das iwb Immobilenwirtschaftliche Beratung Hilfe an. Das iwb hat umfangreiche Projekterfahrungen und zeigt Ihnen gerne Best-Practice-Lösungen aus anderen Unternehmen als Ansporn oder zum Vergleich.

Autor: Prof. Dr. Norbert Raschper, Geschäftsführer iwb, Lehrstuhl technisches Immobilienmanagement am EBZ Bochum Telefon: 0531 23808-10, E-Mail: n.raschper@iwb-e.de

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