Raummodule mit Typenbaugenehmigung

Hamburger Wohnbaukasten

Mai 2019

In den Ballungsräumen herrscht Wohnungsmangel. Mit einem neuen Systemhaus hat das städtische
Hamburger Wohnungsunternehmen SAGA eine serielle Lösung entwickelt, um schnell und günstig zu bauen.

Jedes Typenhaus lässt sich individualisieren

Einig war man sich von Anfang an, die Fehler aus den 1960er- und 1970er-Jahren nicht zu wiederholen. Und so distanziert sich das Saga-Systemhaus bewusst von den schnell hochgezogenen Großsiedlungen,  die in der späten Nachkriegsphase das drängende Wohnungsproblem auffangen sollten. „Durch unterschiedliche Geschosshöhen sowie den variierenden Ausführungen, die im Zuge der Leitdetailplanung mit dem Oberbaudirektor abgestimmt wurden, kann jedes Gebäudes individualisiert werden“, betont Krebs. Die Anpassungsfähigkeit ermöglicht es, dem jeweiligen städtebaulichen Quartierskontext gerecht zu werden. Somit werde sich das Systemhaus – anders als die Großwohnsiedlungen der Nachkriegszeit – städtebaulich nicht von der gewachsenen Struktur unterscheiden. „Durch die Ausführung als preisgedämpften und öffentlich-geförderten Mietwohnungsbau schaffen wir lebenswerte und durchmischte Quartiere“, versichert Krebs. In Konsortialprojekten entstünden zudem Wohnungen im Hamburger Drittelmix –  Entsprechend der Linie der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, die bei großen Bauvorhaben auffordert, mindestens zu einem Drittel  Sozialwohnungen zu errichten,  ein weiteres Drittel dann als frei finanzierte Mietwohnungen und ein Drittel dürfen Eigentumswohnungen sein. Ob an lauten Straßen oder auf schwierigen Grundstücken – mit den flexiblen Grundrissen in Kombination mit technischen Lösungen reagiert das Systemhaus auch auf kompliziertere Anforderungen zum Brandschutz oder Lärmbelastung und nutzt Baufelder wirtschaftlich aus. Nur für eine kleinteilige Verdichtungen ist das Konzept nicht gedacht, „es wird also weiterhin auch  den sogenannten Manufakturwohnungsbau bei der Saga geben“, sagt Krebs.

 

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