ALHO Systembau GmbH

Modulbaupionier baut mit "grünem Stahl"

Die Produktion von Stahl, der für das Bauen benötigt wird, soll laut Quellen des Weltstahlverbands 7-9% der CO2-Emissionen aus der weltweiten Nutzung fossiler Brennstoffe verursachen. Die ALHO Systembau GmbH produziert in Dortmund das erste Modulgebäude Deutschlands, bei dem für die Raumtragwerke umweltfreundlich erzeugter „grüner Stahl“ der Dachmarke Nexigen® von Klöckner & Co SE zum Einsatz kommt.
 

Bei der Realisierung des Heisenberg Gymnasiums in Dortmund kommt erstmals in Deutschland grüner Stahl im Modulbau zum Einsatz. Damit reduzieren sich die CO₂-Äquivalente bei der Herstellung des Modulgebäudes um absolut 316 t oder rund 30% im Vergleich zu Massivbau. Copyright: ALHO Unternehmensgruppe
Bei der Realisierung des Heisenberg Gymnasiums in Dortmund kommt erstmals in Deutschland grüner Stahl im Modulbau zum Einsatz. Damit reduzieren sich die CO₂-Äquivalente bei der Herstellung des Modulgebäudes um absolut 316 t oder rund 30% im Vergleich zu Massivbau. Copyright: ALHO Unternehmensgruppe

Man kennt sie, die Zahlen rund um den enormen Ressourcen-, und Energieverbrauch in der Baubranche: Für 40% der globalen CO2-Emissionen und 40% des Ressourcenverbrauchs ist das Bauen inzwischen verantwortlich. Die Produktion von Stahl, der für das Bauen benötigt wird, soll laut Quellen des Weltstahlverbands 7-9% der CO2-Emissionen aus der weltweiten Nutzung fossiler Brennstoffe verursachen. Das schädliche Klimagas entsteht unter anderem zum Beispiel bei der Umwandlung von Eisenerz zu Roheisen, was mithilfe von aus Kohle gewonnenem Koks geschieht, oder bei der Produktion des Stroms, der für das Einschmelzen von Stahlschrott benötigt wird. entsteht.

Mit nachhaltigen Produkten für eine verbesserte Umweltbilanz in der Bauwirtschaft

2022 wurde bei ALHO die „Fachplanung Nachhaltigkeit“ ins Leben gerufen. Sie stellte auf der BAU 2023 erstmals die neue ALHO Hybridbauweise der Öffentlichkeit vor, bei der die Vorteile des Baumaterials Stahl mit den Stärken des nachhaltigen Naturmaterials Holz verbunden werden. Mit dem Heisenberg Gymnasium in Dortmund wird nun das erste Modulgebäude überhaupt in Deutschland realisiert werden, bei dem grüner Stahl zum Einsatz kommt.

Stahl besitzt hervorragende statische Eigenschaften, die eine schlanke Bauweise mit vergleichsweise geringem Materialeinsatz möglich machen. Stahl ist das weltweit am meisten recycelte Material: 99% des Baustahls wird recycelt, 88% davon, indem er eingeschmolzen und zu neuem Stahl verarbeitet wird. Durch das Stahlrecycling werden allein in Deutschland mehr als 20 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr vermieden. Um die Umwelt-Bilanz der Stahlmodulbauweise noch weiter zu optimieren, will ALHO in Zukunft weitestgehend auf grünen Stahl umstellen und so den CO2-Footprint der Gebäude noch weiter drücken.

Gymnasium in Dortmund nimmt stolz am Projektt teil

Bereits die Herstellung von Modulgebäuden mit konventionellem Stahl ermöglicht die Reduktion der CO₂-Emission um rund 20% im Vergleich zum Massivbau. Bei der Realisierung des Heisenberg Gymnasiums in Dortmund kommt grüner Stahl der Marke Nexigen® in der Kategorie PRIME zum Einsatz, was eine CO₂-Einsparung bei der Herstellung von 662 kg CO₂-Äquivalente pro t Stahl bedeutet. Damit reduzieren sich die CO₂-Äquivalente bei der Herstellung des Modulgebäudes um absolut 316 t oder rund 30% im Vergleich zu Massivbau!

Dortmund gilt als Vorreiterstadt in Sachen zeitgemäße Bildungsbauten. Mit dem Heisenberg-Gymnasium als wegweisende Cluster-Schule - nach Plänen des Architekturbüros futur drei GmbH und in Zusammenarbeit mit ALHO bei der Umsetzung in moderner Modulbauweise – bleibt die Stadt dieser Linie treu.

Um ein optimiertes Oberfläche-zu-Volumen-Verhältnis zu gewährleisten, das gleichzeitig für einen möglichst geringen Wärmeverlust durch die Außenhülle und die bestmögliche Kompaktheit des Gebäudes sorgt, wählten die Architekten einen quadratischen Gebäude-Grundriss: Auf jeder Etage entsteht eine klare Cluster-Mitte, die von den Erschließungskernen eingerahmt wird. Die Cluster werden unterschiedlichen pädagogischen Ansprüchen gerecht: Instruktions- und Lernphasen allein, zu zweit oder in Kleingruppen können in den zur Cluster-Mitte verglasten Unterrichtsräumen im Klassenverband stattfinden. Innerhalb der Cluster ist ein klassenübergreifendes Lernen möglich. Ein Lichthof erhellt das Gebäudeinnere. Er bildet als Pendant zum Labor-Garten - einer „Grünen Mitte“ für die Unterrichts-Cluster und versorgt auch die im Erdgeschoss liegenden Fach-Cluster-Mitten mit Tageslicht. Großformatige, bodengebundenen Begrünungen an den Ost- und Westfassaden erweitern das Angebot der Grünflächen rundum und schaffen sowohl im Innen- als auch im Außenraum einen ökologischen und atmosphärischen Mehrwert. Mit dem Gründach schaffen die Architekten außerdem einen ökologischen Ausgleich für die neu versiegelte Bodenfläche.

82 Raumodule werden bei ALHO für den rund 4.000 qm großen, aus drei Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss bestehenden Neubau produziert. Die Modulmontage ist ab 26. September 2023 geplant, im April 2024 soll das Gebäude bezugsfertig sein.

Was ist Grüner Stahl eigentlich?

Die konventionelle Stahlerzeugung gilt als problematisch, weil Eisenerz in Hochöfen unter sehr großem Energieaufwand erhitzt werden muss, damit reines Eisen und damit der Grundstoff für die Stahlproduktion entsteht. Bei dieser chemischen Reaktion in den Hochöfen wird CO2 freigesetzt. Momentan werden noch etwa 75% des Stahls auf diese Weise hergestellt. Mit den Zielen des Pariser Klimavertrags wurde dem Verfahren aber ein Limit gesetzt: Bis 2050 soll eine kontinuierliche Entwicklung zu 100% grünem Stahl erfolgen. Um dieses Ziel zu erreichen, schauen sich Hersteller und Händler daher bereits nach neuen, innovativen Technologien um, um Stahlkunden schon heute zeitgemäße Produkte mit reduziertem CO2 -Fußabdruck anbieten zu können.

Um Sicherheit und Transparenz beim Bezug umweltfreundlichen Stahls herzustellen, ist ALHO mit Klöckner & Co SE, einem der größten produzentenunabhängigen Stahl- und Metallhändler weltweit, eine Kooperation eingegangen.

Lesen Sie mehr zu diesem Thema beim Anbieter ALHO

So profitieren Sie von der Modulbauweise

• 70 % kürzere Bauzeit und Terminsicherheit durch witterungsunabhängige Produktion
• Planungs- und Investitionssicherheit durch Festpreisgarantie
• Geringe Life Cycle Costs durch integrale Planung und nachhaltige Bauweise
• Kontrollierte Qualität durch zertifizierte Werksfertigung
• Saubere und leise Baustelle durch hohen Vorfertigungsgrad
• Hohe Flexibilität durch freitragende Stahlskelettstruktur mit nichttragenden Wänden

Unpünktliche Zahlung kann das Geschäftsraummietverhältnis stören. Zahlt sich der Mieter unpünktlich, kann der Vermieter eine Abmahnung aussprechen. Eine solche Abmahnung ist die Vorstufe für weitergehende Maßnahmen, wie eine Kündigung des Mietverhältnisses. Dieses...
Printer Friendly, PDF & Email
30.9.2021
FIABCI Prix d‘Excellence Germany 2021
Die Finalisten des FIABCI Prix d’Excellence Germany 2021 stehen fest. Der renommierte Preis für herausragende Projektentwicklungen wird von FIABCI Deutschland und dem BFW Bundesverband Freier...
18.10.2023
Rahmenvereinbarung „Serielles und modulares Bauen 2.0“
Wohnungen mit seriell vorgefertigten Gebäudemodulen zügig errichten lassen, das kann die Wohnungswirtschaft zukünftig bei 20 Bauunternehmen in Auftrag geben. Der GdW hat dafür nach 2018 eine zweite...
24.4.2024
ecoworks GmbH
Die ecoworks GmbH, Marktführer für serielle energetische Sanierung in Deutschland, freut sich über viele Anfragen von Wohnungsunternehmen in Großstädten, die höhergeschossige Gebäude sanieren wollen...
8.11.2023
Richtfest in Ludwigsburg
Die Wohnungsbau Ludwigsburg GmbH (WBL) feiert ihr Richtfest im nächsten Bauabschnitt in Grünbühl.living mit insgesamt 74 Wohnungen in einem Mix aus geförderten und freifinanzierten Mietwohnungen sowie...
28.7.2022
UTB hatte die Baugenehmigung für ein neues urbanes Quartier mit 202 Mietwohnungen und Gewerbeflächen in Berlin-Lichtenrade bekommen. Der Projektentwickler ist gleichzeitig Eigentümer und verspricht...
19.10.2023
Eines der größten Wohnbauprojekten in Stuttgart entsteht zurzeit an der Böckinger Straße. Hier baut die Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft (SWSG) rund 400 Wohnungen.