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z.B. 20.08.2018

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Verkehrssicherungspflicht bei altem Baumbestand

1. Jeder Grundstückseigentümer ist verpflichtet, die auf seinem Grundstück vorhandenen und unterhaltenen Pflanzen, insbesondere Bäume, auf Schäden und Erkrankungen zu untersuchen und die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, dass keine konkrete Gefahr von den Pflanzen ausgeht. 2. Der Grundstückeigentümer ist ohne Anhaltspunkte für eine konkrete Gefährdung nicht verpflichtet, einen Fachmann zur Kontrolle hinzuzuziehen. Dies gilt auch bei altem Baumbestand. 3. Der Grundstückseigentümer kann seine Kontroll- und Überwachungspflichten einem Dritten übertragen, der bereit und in der Lage ist, die Pflichten zu erfüllen. Der Grundstückseigentümer haftet bei einem Verstoß dieser Person gegen die ihm übertragenen Pflichten nur für eine fehlerhafte Auswahl. 4. Eine verschuldensunabhängige Haftung des Grundstückseigentümers für Schäden an Nachbargebäuden aufgrund eines durch Naturereignisse umgestürzten Baumes kommt nur in Betracht, wenn der Grundstückseigentümer dies durch eigenes Handeln ermöglicht oder durch pflichtwidriges Unterlassen herbeigeführt hat. Lesen Sie mehr »

IVV 11/2013 | 61.09 KB | 2 Seiten | Dr. Olaf Steckhan

Keine Ansprüche bei Schwarzarbeit

Vereinbaren die Parteien eines Werkvertrages, dass der Unternehmer seine Leistungen ganz oder teilweise schwarz erbringt, hat dies die Nichtigkeit des Vertrages zu Folge. Ein Werkvertrag ist immer dann nichtig, wenn der Auftragnehmer vorsätzlich gegen seine Steuerpflicht verstößt und der Autraggeber diesen Verstoß kennt und zu seinem Vorteil ausnutzt. Der Auftragnehmer hat in diesen Fällen auch dann keinen Anspruch auf Werklohn oder sontige auf Geld gerichteten Ansprüche, wenn er Leistungen bereits erbracht hat. Dem Auftraggeber stehen in diesem Fall keine Ansprüche, auch keine Mängelrechte gegenüber dem Auftragneher zu. Bereits geleistete Zahlungen kann der Auftraggeber vom Auftragnehmer nicht zurückverlangen. Ein Werkvertrag ist insgesamt und mit denselben Folgen nichtig, wenn nur ein Teil der Leistungen schwarz erbracht werden soll. Lesen Sie mehr »

IVV 10/2013 | 254.92 KB | 2 Seiten | Dr. Olaf Steckhan

Befristeter Wohnraummietvertrag

Nehmen die Mietvertragsparteien auf Wunsch des Mieters eine unwirksame Befristung in das Mietverhältnis auf, kann der Vertrag ergänzend dahin ausgelegt werden, dass die Mietvertragsparteien für die Dauer der unwriksamen Befristung einen Kündigungsverzicht vereinbart haben. Ein solcher Verzeicht kann Individualvertraglich auch über einen längeren Zeitraum als vier Jahre vereinbart werden. Den Vertragsparteien steht in dem Zeitraum, für den sie einen Kündigungsverzicht vereinbart haben kein ordentliches Kündigungsrecht zu. (Leitsätze des Bearbeiters) Lesen Sie mehr »

IVV 10/2013 | 196.66 KB | 2 Seiten | Dr. Olaf Steckhan

Grundsatzbeschluss zum Bau von Glasveranden

Liegt ein Eigentümergrundsatzbeschluss vor, nach dem der Bau von Glasveranden grundsätzlich genehmigt wird, kann ein Eigentümer aus dem Gleichbehandlungsgrundsatz keine Rechte herleiten, wenn er seine Terrassenfläche ohne Wissen und Genehmigung der übrigen Eigentümer verändert hat. Lesen Sie mehr »

IVV 10/2013 | 197.84 KB | 2 Seiten | Dr. Jonas Müller

Notwegerecht

Zur ordnungsgemäßen Benutzung eines Wohngrundstücks gehört zwar normalerweise die Erreichbarkeit mit Kraftfahrzeugen, also die Möglichkeit einer Anfahrt bis zur Grundstücksgrenze oder in die Nähe des Grunstücks, in der Regel jedoch nicht die Zufahrt auf das Grundstück, um Fahrzeuge dort abzustellen. Eine Zufahrt über ein Nachbargrundstück kann daher in der Regel nicht auf Notwegerecht gestützt werden. Das Abstellen von Kraftfahrzeugen gehört auch dann nicht ohne Weiteres zur ordnungsgemäßen Benutzung, wenn sich auf dem Grundstäck (öffentlich-rechtliche zulässige) Garagen befinden. Eine langjährige Duldung der Überfahrt über das Nachbargrundstück rechtfertigt kein Notwegrecht. (Leitsätze des Gerichts) Lesen Sie mehr »

IVV 10/2013 | 196.8 KB | 2 Seiten | Dr. Olaf Steckhan

Erlöschen des Vermieterpfandrechts

Das Vermieterpfandrecht an Sachen des Mieters erlischt, wenn sie aus den angemieteten Räumlichkeiten in an Dritte vermietete Räumlichkeiten auf demselben Grundstück des Vermieters verbracht werden. Lesen Sie mehr »

IVV 10/2013 | 197.65 KB | 2 Seiten | Dr. Jonas Müller

Eigentumswohnung als Ferienwohnung

Ein Beschluss, mit dem die Nutzung einer Eigentumswohnung als Ferienwohnung untesagt wird, ist mangels Beschlusskompetenz der WEG-Versammlung nichtig, sofern die Teilungserklärung die WEG-Versammlung hierzu nicht ermächtigt. Die Untersagung der Nutzung als Ferienwohnung stellt nicht lediglich eine Gebrauchsregelung dar, sondern geht darüber hinaus, da eine Nutzungsart ausgeschlossen wird.(Leitsätze des Bearbeiters) Lesen Sie mehr »

IVV 10/2013 | 196.74 KB | 2 Seiten | Dr. Jonas Müller

Verwalter darf Anwalt beauftragen

1. Nach Erhebung einer Beschlussanfechtungsklage kann der Verwalter die beklagten Wohnungseigentümer aufgrund der gesetzlichen Vertretungsmacht aus § 27 Abs. 2 Nr. 2 WEG im Außenverhältnis umfassend vertreten und einen Rechtsanwalt beauftragen. 2. Kann ein Wohnungseigentümer nicht geladen werden, weil er seine ladungsfähige Anschrift nicht oder falsch angegeben hat, kann er in der Wohnungseigentümerversammlung gefasste Beschlüsse nicht wegen unterbliebener Ladung anfechten. Lesen Sie mehr »

IVV 09/2013 | 62.71 KB | 2 Seiten | Dr. Jonas Müller

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Stadt und Land legt Grundstein für erstes Typenhaus
IVV-Serie: Kommunale Wohnungsbauinitiativen: Schwarmstadt Regensburg