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Die IVV-Urteilsdatenbank für Vermieter und Verwalter
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Wohnraummietrecht, Gewerberaummietrecht, Wohnungseigentumsrecht, Baurecht, Maklerrecht, Nachbarrecht: Die IVV – Fachzeitschrift für die Wohnungswirtschaft – publiziert seit 1997 Nachrichten und Fachkommentare über Urteile und Beschlüsse aller deutschen Gerichtsinstanzen bis hinauf zum Bundesgerichtshof, die das Handeln von Immobilieneigentümern und Hausverwaltungen bestimmen. Und monatlich kommen neue Artikel hinzu.
Mit dieser Suchmaschine haben Sie Zugriff auf Tausende Nachrichten und Urteilskommentare, die in der IVV-Datenbank archiviert sind.
So suchen Sie in der Datenbank:
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Das Aktenzeichen des Urteils geben Sie bitte immer vollständig und mit Leerzeichen ein. Beispiel: 1 S 7620/22 WEG
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Wir leben in einer alternden Gesellschaft. Spätestens mit dem Eintritt der „Boomer“ in den Ruhestand ist das für alle sichtbar. Nicht nur die Gesellschaft, sondern auch die Rechtsprechung muss sich darauf einstellen, dass immer mehr Menschen altersbedingte Probleme haben – auch beim Wohnen. Diese Auswahl an Gerichtsurteilen spiegelt diese Problematik. Die Spanne reicht von hohem Alter als Hinderungsgrund für eine Eigenbedarfskündigung bis zu baurechtlichen Fragen im Hinblick auf Wohnanlagen für Senioren.
Auch wenn es manche Menschen als selbstverständlich betrachten, dass ihre Cousinen und Cousins ein Teil der Familie sind, so gilt das rechtlich nicht in jeder Hinsicht. Jedenfalls zählt dieser Verwandtschaftsgrad bei einer Eigenbedarfskündigung nicht.
Kinder sind die Zukunft, das ist unumstritten. Aber im Alltag gibt es dann doch immer wieder Streit, wann und in welchem Umfang Störungen durch sie hingenommen werden müssen. Solche Urteile und auch andere Fälle, die mit Kindern und Immobilien zu tun haben, werden im folgenden Textabschnitt zitiert. Die Tendenz der Rechtsprechung ist eindeutig: Dem Nachwuchs ist Raum zu geben, solange sich die Belästigungen nicht jedes übliche Maß übersteigen.
Im deutschen Recht hat sich während der zurückliegenden Jahre einiges geändert, wenn es um Kinder und Jugendliche ging. Der Gesetzgeber und die Gerichte gestehen den jüngsten Mitgliedern der Gesellschaft sehr viel mehr Möglichkeiten der Selbstentfaltung zu – auch dann, wenn dies mit gelegentlichen Störungen für die Nachbarn verbunden ist. Die IVV gibt einige Urteile aus diesem Themenkreis zusammen.
Hochbetagte Mieter mit Pflegebedarf und Anzeichen einer demenziellen Erkrankung haben möglicherweise gute Chancen, sich gerichtlich gegen eine an sich zulässige Eigenbedarfskündigung durch den Vermieter zu wehren. Auf jeden Fall müssen Gerichte vorgebrachte Härtegründe der Mieter sehr sorgfältig prüfen und in die Abwägung der beiderseitigen Interessen einbeziehen.
Kündigt ein Vermieter wegen Eigenbedarfs, so ist er verpflichtet, dem Mieter eine Alternativwohnung anzubieten. Dabei ist es unerheblich, ob die Alternativwohnung nur befristet angemietet werden kann. Kommt der Vermieter seiner Pflicht eine Alternative anzubieten nicht nach, so ist die Eigenbedarfskündigung wegen Rechtsmissbrauchs unwirksam. Dies geht aus einer Entscheidung des Amtsgerichts Köln hervor.
Gericht: BHG
Urteil vom: 04.02.2015
Aktenzeichen: VIII ZR 154/14
Bei einer Eigenbedarfskündigung ist der Vermieter nicht verpflichtet, den Namen des Lebensgefährten anzugeben, mit dem die Tochter in die bislang vermietete Wohnung einziehen möchte.
Gericht: LG
Urteil vom: 20.12.2013
Aktenzeichen: 9 S 31/13
Stadt: Itzehoe
Der BGH hat einmal mehr den Schutz von Mietern vor einer Kündigung gestärkt. Eine Kündigungsschutzklausel in einem Mietvertrag habe auch nach dem Verkauf des Hauses Gültigkeit.



