Gestiegene Ölpreise machen das Erforderliche offensichtlich
Massiv nach oben geschossen ist der Preis für Heizöl. Der Grund dafür ist bekannt und die Prognosen hören sich nicht gut an. Es wird wohl eine Weile so bleiben. Erneut wird damit klar: Fossile Energieträger sind mit erheblichen Kostenrisiken verbunden. Von der Belastung fürs Klima ganz zu schweigen. Wer kalkulierbare Heizkosten will und ein reines Klima-Gewissen, muss auf fossile Energieträger verzichten.
Hinsichtlich der weiteren Entwicklung zeigten sich namhafte Hersteller von Wärmepumpen bei Gesprächen auf der SHK+E in Essen verhalten optimistisch. Mit einer endgültigen Verabschiedung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) ist vor Mitte des Jahres nicht zu rechnen. Doch bereits die Aussicht auf zuverlässige Rahmenbedingungen genügt für ein Aufatmen. Zwar waren Wärmepumpen letztes Jahr erstmalig die meistverkaufte Heizungsart in Deutschland, aber Millionen von Heizungsanlagen stecken fest im Sanierungsstau und warten auf Erneuerung. Das erklärt der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie, Markus Staudt, in dem Interview auf Seite 40.
Neue Heizungsanlagen sind jedoch nur ein Teil sinnvoller Modernisierung. Digitale Tools verknüpfen sie mit anderen Bereichen der Haustechnik und bieten innovative Optionen vom Monitoring bis zur Optimierung. Die Entwicklung der KI hat hier in den letzten Jahren für einen deutlichen Innovationsschub gesorgt. Der Beitrag des Fachautors Frank Urbansky untermauert das. Er befasst sich mit der Steuerung von Gebäudetechnik mittels Künstlicher Intelligenz. Dazu informiert er in einer tabellarischen Auflistung, welche Anbieter bzw. Lösungen es gibt und was sie leisten.
Die digitale Hausverwaltung ist über den bloßen Einsatz von Programmen für Textverarbeitung und Tabellenkalkulationen deutlich hinausgewachsen. Das zeigt der große Überblick aktueller Hausverwalter-Software von Marian Behaneck, der darauf spezialisiert ist. Die Nebenkostenabrechnung erledigt sich zwar immer noch nicht von allein, aber sie lässt sich sehr viel einfacher gestalten. Dank neuer Cloud-Technologie ist man dabei nicht mehr auf den stationären PC im Büro angewiesen, sondern kann je nach Bedarf andere Geräte nutzen, wie Smartphone oder Tablet. Gerade bei Terminen vor Ort kann das äußerst vorteilhaft sein.
Digitale Technologien verändern mit ihrer Leistungsfähigkeit nicht nur die Verwaltung von Immobilien, sondern auch die Immobilienverwaltungen selbst. Tätigkeiten, die einstmals viel Zeit in Anspruch nahmen, lassen sich nun in wenigen Minuten erledigen. Daraus entstehen Freiräume für andere Aufgaben. Das Berufsbild von Immobilienverwaltungen dürfte sich also weiter verändern, wie der Beitrag über Künstliche Intelligenz in der Hausverwaltung auf Seite 28 zeigt.
Wenn der Strom weg ist, hilft selbst neueste Technologie wenig weiter. Welche gravierenden Folgen das haben kann – der Blackout in Berlin Anfang des Jahres hat es gezeigt. Was zu tun ist, wenn es passiert, darüber habe ich mit meinem Kollegen Rüdiger Tuzinski gesprochen. Er ist Chefredakteur des Fachmagazins „Elektropraktiker“. Vorsichtigen Naturen sei verraten, es passiert in Deutschland ziemlich selten und noch seltener für länger.
Seine praktischen Tipps, die er für diesen Fall hat, sind allerdings wärmstens zu empfehlen.
Christian Veh
| Anhang | Größe |
|---|---|
| Beitrag als PDF herunterladen | 210.88 KB |
◂ Heft-Navigation ▸










