5. Energieforum West

„Wir brauchen politische Rückendeckung“

Wohnungswirtschaft, Politik, Wissenschaft und Industrie trafen sich zum 5. Mal zum Energieforum West. Erstmals fand die Netzwerkveranstaltung im neuen Campus-Gebäude der EBZ in Bochum statt.

Die Ergebnisse des 5. Energieforums West liegen jetzt vor.
Die Ergebnisse des 5. Energieforums West liegen jetzt vor.

Das Verbraucherverhalten spielt eine wichtige Rolle bei der Umsetzung klimapolitischer Ziele. Ohne die Immobilienbranche können diese nicht erreicht werden.

Allerdings müssen die Energieeffizienz-Maßnahmen im Gebäudebereich bezahlbar und wirtschaftlich bleiben. Um dies zu erreichen, wünschen sich alle Beteiligten die Möglichkeit, technologieoffen vorgehen zu können, statt von politischen Rahmenbedingungen eingeengt und von Steuern sowie Abgaben benachteiligt zu werden.

Dies waren die Ergebnisse der zentralen Plenumsdiskussion auf dem Energieforum West 2019. Bundesumweltministerin Svenja Schulze, NRW-Landesbauministerin Ina Scharrenbach sowie Alexander Rychter, Verbandsdirektor des VdW Rheinland Westfalen, Dr. Erik Beckedahl, Bereichsleiter Wärme/ Wohnungswirtschaft der Innogy SE, Rolf Buch, CEO der Vonovia SE, und Thomas Zinnöcker, CEO von ista, diskutierten unter der Moderation von Klaus Leuchtmann, Vorstandsvorsitzender des EBZ, wie Innovationen
in den Bereichen Energieeffizienz, Energieproduktion und Klimaschutz weiter vorangetrieben werden können.

Energieeffizienzmaßnahmen stärker auf Quartiers- statt auf Gebäudeebene planen

Dabei wurde deutlich, dass Energie- und umweltpolitische Vorstellungen sich nur zum Teil mit der Umsetzbarkeit innerhalb der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft decken. Am Ende, so waren sich alle einig, müsse Wohnen bezahlbar bleiben. Um CO²-Einsparungen wirtschaftlicher zu gestalten, forderten die Vertreter vonseiten der Politik mehr Unterstützung, beispielsweise deutliche steuerliche Abschreibungen für Investitionen in die energetische Erneuerung im Bestand.

Die Branche sehe auch Potenzial darin, Energieeffizienzmaßnahmen stärker auf Quartiers- statt auf Gebäudeebene zu planen. Auch aus mehr Technologieoffenheit und größeren Gestaltungsspielräumen würden zukunftsweisende Innovationen im Bereich Energieeffizienz entspringen, so eine Essenz der Podiumsdiskussion.

Mehr Energieeffizienz durch Digitalisierung

17 einzelne Veranstaltungen und Workshops der vierzehn Mitveranstalter und Partner des Energieforums West sowie drei Plenumsdiskussionsrunden mit hochkarätigen Akteuren förderten den interdisziplinären Austausch über Branchengrenzen hinweg. Im Fokus standen dabei auch die Digitalisierung und die damit einhergehenden Potenziale für Energieeffizienz und -produktion.

Zahlreiche Unternehmen berichteten von ihren Praxiserfahrungen mit E-Mobilität, Smart-Meter-Gateway-Projekten sowie dem Einsatz smarter Technologien zur Nutzerunterstützung.

„Die Digitalisierung ist Innovations- und Effizienzmotor. Sie ebnet die Basis für neue Dienstleistungen und zukunftsweisende Geschäftsmodelle. Welche neuen Anwendungen sind von Relevanz und welche kommen beim Mieter an? Wie werden Gebäude fit für die Zukunft gemacht? Diese Fragen gilt es auch in Zukunft weiter zu erforschen und voranzutreiben“, so Klaus Leuchtmann, Vorstandsvorsitzender des EBZ.

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