Vorbeugender Brandschutz

Brandsichere Dämmlösung für Gebäudefassaden

14.02.2019

Alle Gebäude, besonders Wohngebäude müssen hohe Anforderungen an den Brandschutz erfüllen. Der Fassade und damit dem Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) kommt eine entscheidende Bedeutung zu. Ein komplexes Regelwerk stellt immer höhere Anforderungen an Planer, Bauherren, Verarbeiter und verwendete Materialien. Nun wurde ein Wärmedämm-Verbundsystems entwickelt, das die höchste Brandschutzklasse A1 besitzt.

Das neue Wärmedämm-Verbundsystem der Euroklasse A1 bietet maximalen Brandschutz für gedämmte Fassaden.
Das neue Wärmedämm-Verbundsystem der Euroklasse A1 bietet maximalen Brandschutz für gedämmte Fassaden. BILD: HECK WALL SYSTEMS

Das neue WDVS auf mineralischer Basis kommt aus dem Hause HECK Wall Systems GmbH. Das Heck MW A1 ist das erste zugelassene Wärmedämm-Verbundsystem, das in die Euroklasse A1 eingestuft wurde. Somit stellt es eine sehr brandsichere Dämmlösung für Gebäudefassaden dar. Die höchste Klassifizierung wird nur vergeben, wenn ein Baustoff „nicht brennbar“ ist, „keinen Rauch“ entwickelt und bei starker Hitzeeinwirkung „nicht abtropft oder abfällt“. Alle im System verwendeten Komponenten, vom Kleber bis zum Oberputz, müssen den Anforderungen entsprechen, sonst wird eine A1-Einstufung verwehrt.

Herzstück des WDVS sind nicht brennbare Steinwolle-Dämmplatten mit einem Schmelzpunkt von über 1000 °C. Das macht sie besonders resistent gegen den bei Brandexperten gefürchteten „Flashover“. Damit ist das schlagartige Überspringen eines Feuers auf stark erhitzte, aber noch nicht brennende Gegenstände gemeint. Gefährlicher als das Feuer selbst ist für Menschen allerdings oft die Rauchentwicklung, die für 80 Prozent der Brandopfer verantwortlich ist. Auch hier sammelt die Steinwolle Pluspunkte: Selbst wenn sie mit Feuer in Kontakt kommt, setzt sie praktisch keine giftigen Gase frei. Das verschafft wertvolle Zeit, um ein Feuer noch zu löschen, oder sich in Sicherheit zu bringen.

Wie hoch die Anforderungen an den Brandschutz sind, wird in den verschiedenen Gebäudeklassen festgelegt. Grundsätzlich gilt: Je höher und größer ein Haus ist, desto höher sind auch die Anforderungen. Bis zu einer Gebäudehöhe von sieben Metern sind „mindestens normal entflammbare“ Dämmstoffe vorgeschrieben, bis 22 Meter müssen sie „mindestens schwer entflammbar“ sein. Im Ernstfall kann das aber zu wenig sein.

TIPP: Lesen Sie das Sonderheft Vorbeugender Brandschutz
mit den Rubriken Baulicher Brandschutz, Technischer Brandschutz (Anlagentechnik), Organisatorischer Brandschutz (Brandschutz-Management) und Praxiswissen

Suchbegriffe: BrandschutzWDVSWärmedämm-Verbundsysteme WDVS

Weitere Artikel

                                                                                                                                                               

In der aktuellen IVV lesen Sie:

Was kann man gegen IT-Spionage und Sabotage tun?
SPECIAL: Die Zukunft der Messdienstleistungen, Messwesen-Wandel: Chancen und Perspektiven der Digitalisierung, Fernauslesbare Verbrauchszähler leasen statt kaufen