Marktanreizprogramm für energieeffiziente Heiztechnik wird fortgeführt

Hausbesitzer erhalten ab sofort wieder staatliche Zuschüsse für energieeffiziente und umweltfreundliche Heiztechnik. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat am 7. Juli 2010 beschlossen, die geltende Haushaltssperre für das Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien im Wärmemarkt (MAP) aufzuheben.

Staatliche Förderung von Heizsystemen (Foto: HLC)
Staatliche Förderung von Heizsystemen (Foto: HLC)
Erst im Mai 2010 hatte die Bundesregierung umfassende Teile des Programms gestoppt. Mit der Wiederaufnahme des MAP stehen in diesem Jahr bislang gesperrte Mittel von 115 Mio. Euro für die Förderung effizienter, klimafreundlicher und sparsamer Heiztechnik zur Verfügung. Die Förderung ist auf die Modernisierung bestehender Heizanlagen im Baubestand beschränkt. Bezuschusst werden nach Angaben des Bundesumweltministeriums unter anderem Solarkollektoren zur kombinierten Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung, hocheffiziente Wärmepumpen sowie Pelletkessel. Die Förderkonditionen gelten zunächst bis Ende 2011.
„Verbraucher sollten jetzt in eine Heizungsmodernisierung investieren, zumal die Energiepreise nach der Weltwirtschaftskrise voraussichtlich weiter ansteigen werden. Damit senken sie nachhaltig und langfristig ihre Heizkosten“, so Dr. Marc Andree Groos, Geschäftsführer Vaillant Deutschland.

Hausbesitzer können ab dem 12. Juli 2010 über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) MAP-Zuschüsse beantragen. Um sicherzustellen, dass Vaillant Kunden maximale Förderungen für ihre Investition in umweltschonende Heiztechnologie nutzen können, bietet der Remscheider Heiztechnikspezialist das „Vaillant Förder-Wunder“ an. Als kostenfreie Serviceleistung über nimmt das Unternehmen dabei für seine Fachhandwerkspartner und deren Kunden das Ausfüllen und Einreichen sämtlicher Förderanträge.
Neben den Verbrauchern profitieren auch Staat und Gesellschaft von der Wiederaufnahme des Anreizprogramms. In einer im Juni 2010 veröffentlichten Studie hat das Münchner ifo Institut für Wirtschaftsforschung errechnet, dass ein MAP-Förder-Euro in moderne Heiztechnik Investitionen in Höhe von knapp 8 Euro auslöst. Allein die daraus resultierenden Steuereinnahmen liegen deutlich über der Summe, die die Bundesregierung für die Förderung von umweltfreundlichen Heizsystemen bereitstellt.
Die Erneuerung alter, ineffizienter Heizanlagen leistet zudem einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz. Rund 35 % des gesamten Primärenergieverbrauchs entfallen in Deutschland auf Heizung und Warmwasserbereitung. Von etwa 18 Mio. in Deutschland installierten Anlagen sind nur 2 Mio. auf dem derzeitigen Stand der Technik. Das Durchschnittsalter einer deutschen Heizung liegt bei 25 Jahren. Die Heizungssanierung ist somit der größte Hebel, um die von der Bundesregierung formulierten Klimaziele zu erreichen. Durch den Austausch alter Anlagen gegen moderne Technologien könnten schon heute allein in Deutschland jährlich weit mehr als 50 Mio. t CO2 und bis zu 40 % der in Gebäuden verbrauchten Energie eingespart werden.

Weiterführende Links:
www.bafa.de
www.vaillant.de

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