Die Zahl der genehmigten Wohnungen im Neubau stieg um 7,4 Prozent oder 1.100 auf 16.400. Die Zahl genehmigter Wohnungen, die durch den Umbau bestehender Gebäude entstehen, wuchs im Januar 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 13,5 Prozent oder 400 auf 3.100.
Aufwärtstrend bei Ein- und Mehrfamilienhäusern hält an
In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden im Januar 2026 insgesamt 16 000 Wohnungen genehmigt, das waren 6,0 Prozent oder 900 Neubauwohnungen mehr als im Vorjahreszeitraum. Dabei stieg die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser um 12,6 Prozent auf 3.800. Bei den Zweifamilienhäusern nahm die Zahl genehmigter Wohnungen um 26,1 Prozent auf 1.200 zu. In Mehrfamilienhäusern, der zahlenmäßig stärksten Gebäudeart, genehmigten die Bauaufsichtsbehörden 10.500 Neubauwohnungen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum war das ein Anstieg um 7,1 Prozent .
In neuen Nichtwohngebäuden wurden im Januar 2026 insgesamt 350 Wohnungen genehmigt. Das sind 200 Wohnungen mehr als im Vorjahr und damit ein Anstieg von fast 150 Prozent. Hierunter fallen zum Beispiel Hausmeisterwohnungen in Schulgebäuden oder Wohnungen in Innenstadtlagen über Gewerbeflächen.
Als Umbaumaßnahme in bestehenden Wohn- und Nichtwohngebäuden wurden im Januar 2026 insgesamt 3 100 Wohnungen genehmigt, das waren 13,5 % oder 400 Wohnungen mehr als im gleichen Zeitraum des Jahres 2025.
Erster Schritt, dem weitere folgen müssen
Der Präseident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V., Axel Gedaschko, sagte zur Entwicklung der Baugenehmigungen: „Die neuen Zahlen sind ein gutes Zeichen: Der Wohnungsbau stabilisiert sich langsam. Der Vergleich mit früheren Jahren verdeutlicht aber, wie groß der Rückstand weiterhin ist: Wir liegen nach wie vor deutlich unter dem Niveau, das nötig wäre, um den Wohnungsbedarf zu decken.
Genehmigungen sind nur der erste Schritt. Entscheidend ist, dass daraus auch gebaut wird – und zwar zu bezahlbaren Mieten. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind nach wie vor angespannt. Hohe Baukosten, langwierige Verfahren und Unsicherheiten bremsen viele Projekte weiterhin aus.
Wer Wohnungen bauen will, muss die Perspektive der Investoren stärker in den Mittelpunkt stellen. Es braucht weniger Komplexität, mehr Planungssicherheit und verlässliche wirtschaftliche Bedingungen"
Positive Zahlen, aber keine Trendwende
Vor überzogenen Erwartungen warnte unterdessen der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA). Die ZIA-Hauptgeschäftsführerin Aygül Özkan erklärte: „Für Euphorie ist es deutlich zu früh. Entscheidend für eine echte Entspannung am Wohnungsmarkt sind nicht allein steigende Genehmigungszahlen, sondern vor allem mehr Fertigstellungen.”











