Potenziale für die Verbesserung der Energieeffizienz

Wie können Mieter zu einem sparsameren Heizverhalten verleitet werden? Das klimapolitische Ziel, den Wärmebedarf im Gebäudebestand zwischen 2008 und 2020 um 20 Prozent zu reduzieren, ist nicht in Greifweite. Das geht aus der Energiekennwerte-Studie von Techem hervor. Sie basiert auf Daten, die im Rahmen der Verbrauchsabrechnungen für das Jahr 2014 bundesweit in rund 1,5 Millionen Wohnungen in 126.000 Mehrfamilienhäusern erhoben und ausgewertet wurden.

FOTO: TECHEM GmbH
FOTO: TECHEM GmbH

Erstmals wurden im Rahmen der Studie die Unterschiede des Verbrauchs innerhalb ein- und desselben Wohnhauses anonymisiert analysiert. Bundesweit sind Verbrauchswerte aus über 50.000 Wohnungen in die Analyse eingeflossen. Das Ergebnis zeigt, dass der individuelle Verbrauch eine enorme Bandbreite hat, was auch auf große Unterschiede im Heizverhalten hinweist: Während der Verbrauch vieler Bewohner nur bei einem Drittel oder weniger des Durchschnitts im Haus liegt, verbrauchen etliche andere das Dreifache und mehr. Das liegt neben nicht beeinflussbaren Faktoren, wie etwa der Lage der Wohnung im Gebäude, an der Intensität der Wohnungsnutzung, dem individuellen Temperaturempfinden und insbesondere dem Lüftungsverhalten. Wer die Temperatur herunterdreht, wenn er die Wohnungen länger verlässt oder die Fenster öffnet, spart Energie. Kurzes Stoßlüften energiesparender als dauerhaft gekippte Fenster.

Digitale Monitoringsysteme
"Die Studie zeigt, wie wichtig es ist, Bewohnern Möglichkeiten an die Hand zu geben, wie sie ihren Verbrauch noch besser und vor allem schneller steuern können", erläutert Frank Hyldmar, Vorsitzender der Geschäftsführung von Techem. "Das können zum Beispiel digitale Monitoringsysteme sein, die auf einen Blick zeigen, wie sparsam oder verschwenderisch man heizt." Techem liest schon heute den Wärmeverbrauch in über 60 Prozent der Fälle per Funk ab. So können Informationen zum Verbrauch können zeitnah und digital zur Verfügung stehen, um dem Bewohner die Auswirkungen seines Verhaltens zu veranschaulichen. Darüber hinaus können die Informationen genutzt werden, um die Leistung der Heizungsanlage oder die Temperatur der Heizkörper automisch und optimal zu steuern. Auch zur Optimierung des Raumklimas oder zur Schimmelprävention können sie einen Beitrag leisten.

Modernisierung der Heizungsanlagen
Die Studie zeigt, dass durch die Erneuerung der Technik oder die Übergabe in professionellen Betrieb rund zehn Prozent Effizienzsteigerung möglich sind.

Die Energiekennwerte-Studie von Techem erscheint bereits in der 16. Auflage und gilt seit Jahren als Standardwerk für die Immobilienbranche.

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