Tipps für Hauseigentümer zu Solarthermie

Diese Woche startet der Praxistest Solarthermie. Die vom Bundesumweltministerium geförderten Tests begleiten Hauseigentümer bei Sanierungsmaßnahmen wie Kesseltausch, Dämmung oder Solarthermie-Installation. Ziel ist es, Erfolgsfaktoren für Sanierungen zu identifizieren und diese an Verbraucher, Politik und Wirtschaft zu kommunizieren.

FOTO: KfW-Bildarchiv/ photothek.net
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Sechs Haushalte wurden deutschlandweit ausgewählt und werden nun begleitet: Von der Information über die Installation bis zur Nutzung der Solarthermieanlage. Aus den Erfahrungen der Teilnehmer sowie Tipps von Experten entsteht ein Leitfaden für Hauseigentümer, die Solarthermie nutzen wollen.

 Auch Gas Smart Meter, Wärmemengenzähler und Kaltwasserzähler werden für den Praxistest Solarthermie eingebaut. Alle Daten zum Wasser- und Energieverbrauch der Teilnehmer fließen automatisch ins Energiesparkonto von co2online. Damit wird geprüft, wie stark der Energieverbrauch nach dem Einbau der Anlage sinkt und ob eventuell nachgebessert werden kann.

5 Tipps für Hauseigentümer zu Solarthermie und Kesseltausch

1. Bei Heizungswechsel immer Solarthermie prüfen
Wer seinen Heizkessel tauscht, sollte prüfen, ob sich eine Solarthermieanlage rechnet. Manche Handwerker haben Solarthermie nicht im Angebot und bieten sie deshalb nicht an. Am besten den Handwerker gezielt danach fragen oder ein weiteres Angebot einholen.

2. Energieberatung in Anspruch nehmen
Ob sich eine Solarthermieanlage lohnt, kann ein Energieberater herausfinden. Nach der Beratung kann er auch vorliegende Angebote prüfen, bei der Installation auf handwerkliche Qualität achten und nachher Tipps für die Nutzung geben.

3. Fördermittel beantragen
Für Solarthermie gibt es seit Anfang des Jahres eine noch höhere Förderung. Auch die Energieberatung wird vom Staat gefördert. Neben dem finanziellen Vorteil gibt es ein weiteres Plus: Bei Förderprogrammen sind Handwerker oft dazu verpflichtet, die Qualität ihrer Leistung nachzuweisen.

4. Solarthermie-Heizung optimieren
Nur wenn auch ein hydraulischer Abgleich durchgeführt wird, arbeitet die Heizung optimal und verteilt die Wärme effizient im Haus. Hauseigentümer sollten deshalb darauf achten, dass der hydraulische Abgleich Teil des Angebots für Heizkessel oder Solarthermie ist. Die Mehrkosten rechnen sich in der Regel innerhalb weniger Jahre.

5. Daten zum Energieverbrauch sammeln und auswerten
Wer Daten zum Heizenergieverbrauch sammelt, kann das Sparpotenzial einer Maßnahme besser abschätzen. Nach der Umsetzung ist zu sehen, wie gut beispielsweise eine Solarthermieanlage läuft oder ob nachjustiert werden muss. Möglich ist das mit einem kostenlosen Energiesparkonto.

Unterstützt wird der Praxistest Solarthermie von Allmess, Brötje, Buderus, Gasokol, Itron, Junkers, Paradigma, Thermondo und Vaillant.

Einen ähnlichen Test hat co2online bereits zum Thema Brennwertkessel organisiert.

Alle Infos zur Solarthermien - Technik, Kosten, Preise, Amortisation, Förderung, FAQ - stehen auf der Kampagnenseite "Wirksam sanieren.de".

► TIPP: Die IVV führte am 2. Dezember 2015 ein Webinar zum Thema "KfW Fördermittel für Verwalter und WEG" durch. Die Aufzeichnung können Sie jetzt im Shop käuflich erwerben - für nur 49 Euro (zzgl. MwSt.)

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