Energieschleuder, nein danke!

Die Mehrheit der deutschen Immobilienkäufer achtet bei der Suche nach Haus oder Wohnung verstärkt auf den energetischen Zustand des Objekts und ist auch bereit, in dessen Verbesserung zu investieren.

Worauf energiebewusste Immobilienkäufer besonders achten! Quelle: ImmobilienScout24
Worauf energiebewusste Immobilienkäufer besonders achten! Quelle: ImmobilienScout24
Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Umfrage "Immobilienbarometer" von Interhyp und ImmobilienScout24. Dabei wurden im November 2.460 Interessenten von Kaufimmobilien in Deutschland befragt.
Für rund ein Viertel aller Käufer (24,5 %) ist ein guter Zustand von Bausubstanz und Heizungsanlage ein absolutes Entscheidungskriterium und mindestens genauso wichtig wie Lage, Preis und Ausstattung. Mehr als jeder Zweite (58,4 %) sagt klar, ein Kauf komme nur in Frage, wenn energetischer Zustand und Preis der Immobilie in einer vernünftigen Relation stehen. Nur jedem sechsten Käufer ist der energetische Zustand des Objekts weniger wichtig. Für diese Gruppe sind Lage, Ausstattung und Preis die kaufentscheidenden Kriterien. Das gilt insbesondere für Käufer, die nicht selbst in die Immobilie einziehen wollen: Ein Viertel der Kapitalanleger (25,1 %) achtet kaum bis gar nicht auf die energetische Beschaffenheit des Objekts.
Bei der Bewertung des energetischen Zustandes einer Immobilie sind vor allem eine gute Außendämmung und eine moderne Heizungsanlage die entscheidenden Kriterien (70 %), dicht gefolgt von Fenstern mit Mehrfachverglasung (65 %). Auch das Thema erneuerbare Energien ist im Kommen: So interessiert sich fast jeder zehnte Käufer für eine Immobilie mit Solarthermieanlage (9,2 %).

TOP 5: Energiefreundlich oder nicht? Hierauf achten Immobilienkäufer

  1. Außendämmung (70,0 %)
  2. moderne Heizungsanlage (69,3 %)
  3. Fenster mit Mehrfachverglasung (65,0 %)
  4. Dachdämmung (54,5 %)
  5. Solarthermieanlage (9,2 %)

Weiterhin interessant: Die Mehrheit der Befragten (53,9 %) rechnet mit späteren Investitionen, um die Energiebilanz ihrer Immobilie zu verbessern. 8 % dieser Käufer erwarten Folgekosten von unter 10.000 Euro während knapp 60 % davon ausgehen, dass ihre Ausgaben zwischen 10.000 bis 50.000 Euro liegen werden. Jeder Sechste kann die Kosten noch nicht einschätzen (17,3 %).
"Energieeffizientes Bauen und Wohnen wird vor dem Hintergrund steigender Energiekosten nicht nur wichtiger, sondern sogar zu einem klaren Entscheidungskriterium", kommentiert Marc Stilke, CEO von ImmobilienScout24, die Ergebnisse. Robert Haselsteiner, Vorstand der Interhyp AG, fügt hinzu: "Durch die Umsetzung von gezielten Modernisierungsmaßnahmen verhalten sich Immobilienbesitzer nicht nur umweltfreundlich, langfristig erhöhen sie so auch die Attraktivität ihrer eigenen vier Wände."

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