Baugenehmigungen in den Großstädten stagnieren
Auch in fünf der sieben größten deutschen Städte ließ die Dynamik nach. Im Umland und in den ländlichen Kreisen gab es dagegen deutliche Steigerungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).
Die Wissenschaftler werteten auf Basis der amtlichen Statistik die Baugenehmigungszahlen für alle Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland aus. „Das erreichte Baugenehmigungsniveau in den Großstädten ist zwar sehr beachtlich. Angesichts der hohen Preise in den Kernstädten suchen sich aber immer mehr Bauherren bezahlbarere Alternativen im Umland“, sagt BBSR-Direktor Harald Herrmann. Sowohl in den großstadtnahen Kreisen als auch in ländlichen Kreisen verzeichneten die Wissenschaftler im Vergleich zum Vorjahr Zuwächse von durchschnittlich zehn Prozent.
Rückläufige Baugenehmigungen in den größten Städten
In den sieben größten deutschen Städten Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart und Düsseldorf wurden in 2015 knapp 51.000 neue Wohnungen genehmigt, das waren drei Prozent weniger als noch 2014 (52.500). Bei genauerer Analyse zeigen sich in den Big Seven jedoch unterschiedliche Trends. Berlin verzeichnete mit der Genehmigung von 22.300 neuen Wohnungen gegenüber dem Vorjahr einen großen Zuwachs um 16 Prozent (2014: 19.200). Bis auf Stuttgart (+6 Prozent) verloren alle anderen Metropolen jedoch, besonders stark Düsseldorf (-53 Prozent) und Hamburg (-21 Prozent).
Gesamtzahl der Genehmigungen steigt weiter
Der Wert von deutschlandweit rund 309.000 genehmigten Wohnungen für das Jahr 2015 liegt 8,4 Prozent oder knapp 24.000 Wohnungen höher als für das Jahr 2014. Die im Jahr 2009 begonnene positive Gesamtentwicklung setzte sich somit auch im Jahr 2015 fort. Erstmals seit dem Jahr 2000 wurde die Marke von 300.000 genehmigten Wohnungen überschritten.
Tabelle „Baugenehmigungen in den sieben größten deutschen Städten“ sowie reprofähige Grafiken: http://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/Home/Topthemen/baugenehmigungen.html











