Das lange erwartete Gebäudemodernisierungsgesetz war zwar verabschiedet, aber noch nicht in Kraft, da verkündete die Bundesregierung, es wäre jetzt Zeit, die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) neu auszurichten. Nun weiß man aus Erfahrung, neu ausrichten ist häufig ein Synonym für kürzen. Das bestätigte sich erneut, denn der Effizienzbonus für Wärmepumpen wurde gestrichen und die förderfähigen Investitionskosten werden schrittweise abgesenkt. Kaum ist die rechtliche Grundlage für die Modernisierung von Heizungsanlagen endlich geklärt, gibt es weniger Unterstützung. Sonst käme vielleicht noch jemand auf die Idee, diese in Anspruch zu nehmen. Dementsprechend verärgert reagierten Heizungsbauer und Branchenverbände. Gelungenes Timing bedeutet eben nicht, binnen kurzer Zeit eine Entscheidung durch eine andere zu konterkarieren. Ein halbes Jahr später hätte es für die Kürzungen von Akteuren der Heizungsbranche ebenfalls keinen Applaus gegeben, aber es hätte einem zumindest den faden Eindruck der Doppelzüngigkeit erspart.
Falls Sie beim Thema Heizung und Gesetz an Robert Habeck denken und sich fragen, was macht der jetzt eigentlich, in der Rubrik Personalien auf Seite sieben gibt es dazu eine Antwort. Viele Antworten zu seiner neuen Tätigkeit als CEO Deutschland bei Techem gab Ulrich Schiller der IVV in seinem Interview. Der ehemalige Geschäftsführer der HOWOGE hat die ersten 100 Tage hinter sich und berichtet ab Seite 24 von spannenden Erkenntnissen.
Beeindruckende Beispiele für eine umfassende Sanierung und Nachverdichtung innerstädtischer Wohnquartiere, wie beispielsweise die Platensiedlung in Frankfurt am Main, zeigen das Potenzial, das in diesen Quartieren steckt. So wurde in der Platensiedlung die Anzahl der Wohnungen von 342 auf über 1000 erhöht. Dafür gab es von der Jury des Deutschen Bauherrenpreises einen Sonderpreis. Details dazu und weitere Projekte aus Berlin, Bremen, Dortmund und München stellt der Artikel von Christian Hunziker ab Seite 12 vor.
Preislich weiterentwickelt haben sich die Honorare für Hausverwaltungen in den letzten Jahren. Gleichzeitig wird es für kleinere WEGs zunehmend schwerer, eine Hausverwaltung zu finden. Möglicherweise sind Paketlösungen hier das Mittel der Wahl. Der Verband deutscher Immobilienverwaltungen testet sie jetzt – mit gestaffelten Preisen. Vor allem für Neukunden kann das interessant sein. Der Beitrag des Fachautors Hans-Jürgen Werth auf den Seiten 18 und 19 zeigt unter anderem, wie sich Aufwand und Vergütung besser verzahnen lassen.
Wie sich Hausverwaltungen das Leben einfacher machen können und dabei wirtschaftlich noch ein bisschen erfolgreicher sein können, dafür liefert das Special zum Einsatz smarter Tools ab Seite 27 wertvolle Hinweise. Etwa wie sich eine Wohnung ins rechte Licht rücken lässt, obwohl die Renovierung noch gar nicht abgeschlossen ist. Für das richtige Timing bei der Vermarktung ergeben sich damit völlig neue Möglichkeiten, die Sie nicht verpassen sollten. Schon Michail Gorbatschow hat gesagt, …
Christian Veh
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