Fernablesbare Messtechnik macht Abrechnen effizienter
Viele Herausforderungen im Verwaltungsalltag entstehen durch die Fehleranfälligkeit manueller Abläufe: fehlende Verbrauchsdaten, aufwendige Vor-Ort-Ablesung, Medienbrüche zwischen verschiedenen Systemen oder zeitintensives Abrechnen. Gerade in größeren Beständen führen solche Prozesse schnell zu zusätzlichem organisatorischem Aufwand und Verzögerungen im Abrechnungszyklus.
Automatisierte Datenerfassung reduziert Aufwand
Automatisierungsschritte – ob gesetzlich vorgeschrieben oder freiwillig umgesetzt – bieten hier entscheidende Vorteile. Ein Beispiel ist die fernablesbare Funkmesstechnik: Verbrauchsdaten werden automatisch erfasst und über sichere Funkstandards übertragen. Die Daten fließen ohne manuelle Zwischenschritte direkt in die Abrechnungssysteme. So entsteht eine durchgängige Datenkette von der Messung bis zur fertigen Abrechnung.
Für Immobilienverwaltungen bringt das effizientere Abläufe im Tagesgeschäft. Klassische Ablesetermine in Wohnungen entfallen ebenso wie das Zwischenablesen bei Bewohnerwechseln. Stattdessen stehen die Ablesewerte jederzeit digital zur Verfügung. Das erleichtert und beschleunigt nicht nur die Heizkostenabrechnung, sondern reduziert auch den Abstimmungsaufwand mit Wohnungsnutzern.
Gleichzeitig bildet moderne Funkmesstechnik die Grundlage für weitere digitale Anwendungen im Gebäude. In Verbindung mit Smart-Meter-Gateways können perspektivisch auch erneuerbare Energieanlagen, Ladeinfrastruktur für Elektromobilität oder weitere IoT-Anwendungen integriert werden.
Digitale Heizkostenabrechnung ist automatisch schnell
Besonders deutlich wird der Nutzen digitaler Prozesse bei der Erstellung der Heizkostenabrechnung. Während traditionelle Verfahren mit zahlreichen manuellen Arbeitsschritten verbunden sind, lässt sich der Prozess im digitalen Umfeld deutlich vereinfachen. Endlich entfallen die zahlreichen vergeblichen Versuche und Terminabsprachen bis es mit der Ablesung der Daten beim zigten Anlauf endlich klappt. Bei einer vollständig digitalen Heizkostenabrechnung werden die Ablesewerte der installierten Messgeräte nämlich per Funk an den Messdienstleister übermittelt und dort automatisch in Verbrauchswerte umgerechnet. Gleichzeitig hinterlegt die Verwaltung alle abrechnungsrelevanten Informationen im digitalen Kundenportal, von den Namen der Bewohner über Brennstoff- und CO²-Kosten bis hin zum jeweiligen Umlageschlüssel. Durch diese zentrale Datenerfassung kann die Abrechnung besonders zügig erstellt werden. Anschließend stellt der Messdienstleister die fertigen Abrechnungen im Kundenportal bereit. Die Verwaltung kann sie dort herunterladen und an die Kunden weiterleiten, auf Wunsch übernimmt auch der Messdienstleister die Verteilung. So einfach lassen sich jetzt Heizkosten abrechnen.
Unterjährige Verbrauchsinformation lässt sich leicht übermitteln
Digitale Prozesse verbessern dabei nicht nur die Effizienz, sondern auch die Qualitätssicherung. Auffällige Verbrauchswerte oder technische Unregelmäßigkeiten können frühzeitig erkannt werden – noch bevor sie zu Reklamationen oder Abrechnungsproblemen führen. Zugleich ermöglicht die automatisierte Datenerfassung die gesetzlich vorgeschriebene unterjährige Verbrauchsinformation (UVI) für Heizung und Warmwasser. Die Umstellung auf automatisierte Datenübertragung ist damit nicht nur eine gesetzliche Pflicht. Für Immobilienverwaltungen eröffnet sie zugleich die Möglichkeit, Prozesse zu optimieren, Abrechnungen effizienter zu gestalten und die digitale Infrastruktur in ihren Gebäuden zukunftssicher weiterzuentwickeln.
Thomas Kode
| Anhang | Größe |
|---|---|
| Beitrag als PDF herunterladen | 86.8 KB |
◂ Heft-Navigation ▸










