Weniger Kohlendioxid im Gebäudesektor

Kurswechsel verschafft Wohnwirtschaft finanzielle Spielräume

Der Klimaschutz im Gebäudesektor ist gescheitert! Ein Jahr nach dieser Erkenntnis und dem dramatischen Appell der Wissenschaftsinitiative „Praxispfad CO2-Reduktion im Gebäudesektor“ stellt die Initiative Wohnen.2050 in ihrem aktuellen Praxisbericht fest: Eine Reihe von Wohnungsunternehmen vollziehen den geforderten Paradigmenwechsel bereits und gewinnen neue Spielräume in der Finanzierung.

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In diesen Wohnhäusern wurde die CO2-Emission pro Quadratmeter um 90 Prozent reduziert. Bild: ATEC GmbH & Co. KG
In diesen Wohnhäusern wurde die CO2-Emission pro Quadratmeter um 90 Prozent reduziert. Bild: ATEC GmbH & Co. KG

Die Initiative „Praxispfad CO2-Reduktion im Gebäudesektor“ zog im November 2024 in der Bundespressekonferenz eine ernüchternde Bilanz: Von 2010 bis 2022 hat Deutschland 545 Milliarden Euro in Gebäudedämmung und Haustechnik investiert, aber die Wirkung auf den Energieverbrauch ist gleich null. Bei der Sanierung von Wohngebäuden sind 950 bis 2.750 Euro pro Quadratmeter notwendig, um durch verbesserte Gebäudeeffizienz eine Tonne CO2-Emissionen einzusparen. Dieses Dilemma zeige sich besonders bei der Evaluation der KfW-Förderung, die mit mehr als 2.000 Euro pro Tonne CO2 die komplette Ineffizienz einer derartigen Förderlogik aufzeige.

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Redaktion (allg.)

Pixabay/ Mohamed_hassan

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Artikel Kurswechsel verschafft Wohnwirtschaft finanzielle Spielräume
Seite 18
5.12.2024
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