Lange Zeit standen bei der Auswahl von Softwarelösungen vor allem einzelne Funktionen im Mittelpunkt. Mit zunehmender Digitalisierung hat sich diese Sichtweise verändert. Heute geht es nicht mehr nur um die Leistungsfähigkeit einzelner Lösungen, sondern vielmehr um ihr Zusammenspiel innerhalb eines ganzheitlichen IT-Ökosystems. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Prozesse in Wohnungs- und Immobilienunternehmen enden nicht an Systemgrenzen. Sie verlaufen über verschiedene Abteilungen hinweg und beziehen unterschiedliche Anwendungen ein. So erfolgen Kommunikation und Prozesse heute zusätzlich über Mieterapps, Handwerkerkopplungen oder Schnittstellen zum Finanzamt, zum Beispiel bei grundsteuerrelevanten Änderungen am Grundbesitz.
Entscheidendes Kriterium: Schnittstellenoffenheit
Um eine zukunftsfähige IT-Struktur aufzubauen, braucht es vor allem Flexibilität. Schnittstellenoffenheit ist bei ERP-Systemen daher unverzichtbar, um andere Systeme sinnvoll einbinden zu können. Durch offene Schnittstellen lassen sich spezialisierte Anwendungen in bestehende Prozesse integrieren und zu einem ganzheitlichen IT-Ökosystem verbinden. Fehlt diese Offenheit, entstehen System- und Prozessbrüche. Prozesse lassen sich dann nicht nahtlos abbilden und die Prozessautomatisierung stößt an ihre Grenzen. Das beeinflusst die Datenqualität und führt dazu, dass Informationen mehrfach gepflegt werden müssen.
Daten müssen zentral verfügbar sein
Konsistente und zentral verfügbare Daten sind eine wesentliche Voraussetzung für eine zukunftssichere IT-Lösung. Fragmentierte IT-Strukturen mit Informationen aus verschiedenen Systemen führen zu Brüchen, redundanten Datenbeständen und erschweren eine effiziente Automatisierung von Prozessen. Um Verzögerungen in den Prozessen zu vermeiden, sollten Immobilienunternehmen dafür sorgen, Daten zentral verfügbar zu machen und Prozesse ganzheitlich zu betrachten. Erst wenn Informationen systemübergreifend zusammengeführt werden, entsteht die notwendige Transparenz. Sie ist Voraussetzung für effiziente und flexible Abläufe sowie für fundierte Unternehmensentscheidungen. Darüber hinaus sollten Wohnungs- und Immobilienunternehmen die Datenhoheit behalten. Dadurch bleiben Stammdaten und operative Informationen unabhängig vom Anbieter frei verfügbar.
ERP-Auswahl als strategische Weichenstellung
Die Wahl eines ERP-Systems ist letztlich eine strategische Frage. Ein häufiger Fehler besteht darin, eine Lösung vor allem anhand aktueller Anforderungen und Funktionen zu bewerten. Später zeigt sich dann häufig, dass neue Prozesse, zusätzliche Anwendungen oder individuelle Anpassungen nur mit erheblichem Aufwand umsetzbar sind. Die Auswahl eines ERP-Systems sollte deshalb nicht nur eine Entscheidung für eine Softwarelösung, sondern für ein ganzes IT-Ökosystem und dessen mögliche Weiterentwicklung sein. Entscheidend sind hier Architektur, Offenheit und Erweiterbarkeit eines Systems. ERP-Lösungen auf SAP-Basis bieten dafür eine technologische Grundlage. Sie unterstützen den Aufbau offener und cloudbasierter Systemlandschaften, ermöglichen die Anbindung spezialisierter Anwendungen und schaffen die Voraussetzungen für durchgängige End-to-End-Prozesse.
Digitale Transformation ganzheitlich begleiten
Die passende Softwarestrategie hängt immer von den individuellen Prozessen, Strukturen und Zielsetzungen eines Unternehmens ab. Spezialisierte Partner wie die ASCAVO AG begleiten Wohnungs- und Immobilienunternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung einer zukunftsfähigen IT-Landschaft, die auch auf neue Anforderungen flexibel reagieren kann. Das Hamburger Software- und Beratungshaus setzt dabei auf einen ganzheitlichen Ansatz – von der strategischen Beratung ihrer Kunden über die Auswahl und Implementierung geeigneter Lösungen bis hin zur langfristigen Betreuung und Weiterentwicklung der Systemlandschaft.
Jens Starkjohann
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