Urteile über Ruhestörungen der verschiedensten Art

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Ständig dem Rumoren seiner Wohnungsnachbarn ausgeliefert zu sein, kann zu einer großen psychischen Belastung werden. Bild: rodjulian/stock.adobe.com
Ständig dem Rumoren seiner Wohnungsnachbarn ausgeliefert zu sein, kann zu einer großen psychischen Belastung werden. Bild: rodjulian/stock.adobe.com

Lärm aus der Nachbarwohnung, aus anderen Bereichen eines Wohnhauses oder auch aus der Umgebung kann zermürbend sein. Ein Wohnungseigentümer hatte in seinen eigenen vier Wänden renoviert und den Teppichboden durch Fliesen ersetzt. Eine wenig überraschende Konsequenz: Die unter ihm Wohnenden wurden von da an durch vermehrten Trittschall gestört. Sie forderten Maßnahmen dagegen. Der Lärmverursacher entgegnete, dass es schließlich im ganzen Hause um den Schallschutz nicht besonders gut stehe. Das Gebäude erfülle nicht die aktuellen gesetzlichen Mindestanforderungen. Doch der Bundesgerichtshof (Az.: V ZR 173/19, Urteil vom 26. 06. 2020) erkannte das Argument nicht an. Der Betroffene habe durch die Wahl eines neuen Bodenbelags für einen Nachteil gegenüber den Nachbarn gesorgt und müsse diesen wieder ausgleichen. Mit der Gesamtsituation des Hauses habe das nichts zu tun.

Shisha-Lounges gibt es inzwischen in vielen deutschen Städten. Oft verfügen sie über eine starke Lüftungsanlage, um den Rauch der Wasserpfeifen abzusaugen. Wenn allerdings der Lärm, der von solch einer Lüftung ausgeht, die zulässigen Grenzwerte überschreitet, kann das zum Problem werden. Das Landgericht Berlin (Az.: 63 S 223/15, Urteil vom 15. 04. 2016) sprach Mietern, die in ihrem Schlafzimmer von dem Lärm belästigt wurden, eine Minderung um zehn Prozent zu.

Zu den Klassikern der Ruhestörung gehört – zumindest nach Ansicht mancher Menschen – das Trompetenspiel. Unter einer gewissen Lautstärke ist das Üben nur schwerlich möglich, weswegen viele Menschen Trompetenspieler in ihrer Nachbarschaft fürchten. Doch trotzdem kann einem Musiker auch in einem Reihenhaus das Üben und Unterrichten nicht komplett verboten werden. Der Bundesgerichtshof (Az.: V ZR 143/17, Urteil vom 26. 10. 2018) gestattete das Trompetenspiel in einem Rahmen von zwei bis drei Stunden an Wochentagen und von ein bis zwei Stunden an Wochenenden und Feiertagen. Auf die üblichen Ruhezeiten sei Rücksicht zu nehmen.

Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) schreibt vor, dass für die Verarbeitung von Daten eine Rechtsgrundlage bestehen muss. Eine Einwilligung des Betroffenen kann eine solche Rechtsgrundlage sein. Eine Einwilligung muss dabei konkret sein und insbesondere den...

Manchmal sind es keine Menschen, die Geräusche verursachen, sondern technische Geräte. Eine Heizung etwa gab regelmäßig ein Klopfen von sich, sodass die darüber wohnenden Mieter keine Ruhe fanden. Das Landgericht Osnabrück (Az.: 1 S 317/17, Urteil vom 11.07. 2018) musste in der Beweisaufnahme zur Kenntnis nehmen, dass die Mieter nur noch mit Ohrstöpseln schlafen konnten. Das sei während der Heizperiode eine Minderung von 25 Prozent wert.

Quelle für alle Urteile: LBS Infodienst Recht & Steuern

Redaktion (allg.)

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Seite 41
5.6.2019
Kann ein Vermieter keine konkreten Gründe gegen das Halten eines Hundes in einer Mietwohnung vorlegen, muss er seine Zustimmung erteilen. Allgemeine Bedenken sind nicht ausreichend. Das gilt zumindest...
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In vielen Mietwohnquartieren nimmt die Segregation zu. Senioren, arme Menschen und Einwanderer konzentrieren sich auf bestimmte Viertel. Wohnungsunternehmen registrieren verstärkt Konflikte bis hin...
5.12.2019
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Das beschleunigte Bauen mithilfe seriell vorgefertigter Wohnmodule ist ein Schwerpunktthema auf der Berliner Messe bautec vom 18. bis 21. Februar 2020.
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Die schnelle Auffrischung alter Fliesen
Fugenlose Bäder sind in aller Munde. Mit speziellen Materialien lassen sich auch ältere, geflieste Bäder in moderne fugenlose Bereiche verwandeln, auch ohne die Fliesen zu entfernen. Es gilt also...