Feldbetten für Studierende in Bamberg

Das Studentenwohnheim in der Pestalozzistraße wird momentan neugebaut und erst zum Wintersemester 2021/22 fertig. 218 Wohnheimplätze fehlen somit in Bamberg. Zu Beginn Wintersemesters 2019/20 wurde nun eine Notunterkunft eingerichtet.

BILD: Studierendenvertretung der Universität Bamberg
BILD: Studierendenvertretung der Universität Bamberg

Die Universitätsleitung stellt mit Unterstützung des Roten Kreuzes bis zu 20 Feldbetten kostenlos bereit. Studierende können sich für einen vorübergehenden Schlafplatz in der Turnhalle in der Feldkirchenstraße 21 seit dem 16. Oktober anmelden. Erste Anmeldungen sind bereits eingetroffen.

Eine Übergangslösung

In der Turnhalle können Studierende zwischen 21 Uhr abends und 8 Uhr morgens übernachten. Die Studierenden, die dort übernachten, haben die Auflage, die Feldbetten abends auf- und morgens abzubauen, sodass der reguläre Tagesbetrieb des Sportzentrums nicht beeinträchtigt wird.

Die Idee, eine Übergangslösung in der Turnhalle anzubieten, ist in mehreren Gesprächen entstanden: Die Stadt und der Landkreis Bamberg, das Studentenwerk Würzburg und die Universität Bamberg haben gemeinsam mit der Studierendenvertretung nach Lösungen für 218 wegfallende Wohnheimplätze gesucht.

Laut MLP Studentenwohnreport 2019 spitzt sich der Wohnungsmarkt für Studierende weiter zu. In beliebten Städten wie Düsseldorf, Berlin und Hamburg sind die Mieten um sechs Prozent und mehr gestiegen.

Für eine studentische Musterwohnung sind Rekordstände in allen 30 untersuchten Hochschulstädten zu verzeichnen. Verschärft hat sich die Situation besonders in Großstädten. Die Mietsteigerungen haben sich in 27 der 30 untersuchten Hochschulstädte beschleunigt, in Darmstadt, Frankfurt am Main und Konstanz in extremem Ausmaß. Somit spitzt sich die Wohnsituation für die Vielzahl der Studierenden weiter zu.

Ursächlich sind aber nicht nur die nochmals schneller steigenden Mieten selbst, sondern auch das seit Jahren stagnierende Nettoeinkommen der Mehrzahl der Studierenden. Insbesondere BAföG-Empfänger leiden unter den Mietpreisen - trotz jüngst angehobenem Wohnzuschlag: In mehr als zwei Dritteln der Hochschulstädte reicht selbst dessen Höchstsatz nicht für eine studentische Musterwohnung. Entsprechend wohnen inzwischen mit 31 Prozent (2003: 22 Prozent) immer mehr Studierende in Wohngemeinschaften (WGs) oder zu 25 Prozent (2003: 22 Prozent) bei ihren Eltern.

weiterlesen:
Wohnungsnot trotz anhaltendem Bauboom
Wohnungsbau – Konzepte anderer Länder

Weiterführende Links:
www.mlp-studentenwohnreport.de
https://www.uni-bamberg.de/stuve/
https://www.uni-bamberg.de

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