Neue Aspekte mit Holzarchitektur

Hoch hinaus mit Holz

16.03.2018

Auf dem Areal Suurstoffi in Risch Rotkreuz, Kanton Zug entsteht mit einer Gesamthöhe von 60 Metern das höchste Holzhochhaus der Schweiz. Es gilt als besonders innovativ und ist zusammen mit zwei weiteren Gebäuden Teil des neuen Campus der Hochschule Luzern (HSLU). Das Quartier soll eine Verbindung zwischen Wohnen, Arbeiten und Freizeit schaffen.

Campus Hochschule Luzern. BILD: ©Zug Estates

Bauherrin des integrierten nachhaltigen Neubaus ist die Zug Estates AG. Die beiden ersten Bauetappen, in deren Rahmen rund 19.000 Quadratmeter kommerzielle Fläche erschlossen und 384 Wohnungen an die Nutzer übergeben wurden, sind bereits abgeschlossen.

Einen wichtigen Ankerpunkt des Gebiets bildet der bis Herbst 2019 entstehende Hochschulcampus mit zwei Holzhochhäusern und einem dazwischenliegenden Betonbau nach den Entwürfen der Arbeitsgemeinschaft Büro Konstrukt & Manetsch Meyer Dipl. Architekten ETH aus Luzern.

Mit 14 Stockwerken und 60 Metern Höhe wird eines der innovativen Holzhochhäuser zum höchsten seiner Art in der Schweiz. Auf den ca. 42.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche der neuen Gebäude entsteht Platz für Unterrichtsräume der Wirtschafts- und Informatikdepartments der HSLU, Büro- und Retailflächen. Die Grundsteinlegung des Projekts fand am 22. Februar 2018 statt.

Verknüpfung von Lean Construction Management und Building Information Modeling (BIM)

Der Projektentwickler Drees & Sommer begleitet den Neubau mit Lean Construction Management. Dabei handelt es sich um eine Übertragung des aus der Automobilindustrie stammenden Lean-Prinzips. BIM ermöglicht die sinnvolle Integration und Nutzung aller notwendigen Daten über die verschiedenen Projektphasen hinweg. Zur integrierten Nutzung von Baulogistik, BIM und LCM wird eine eine innovative Software eingesetzt.

Quartier setzt „Zero-Zero“ als Ziel

Das Areal Suurstoffi nimmt in der Schweiz eine Vorreiterrolle ein. Ziel des Energiekonzepts ist das Prinzip „Zero-Zero“: ein komplett CO2-freies Quartier. „Die Holzbauweise der neuen Hochschulgebäude fügt sich optimal in den Nachhaltigkeitsgedanken des Areals ein, denn Holz gilt im CO2-neutralen Bauen als besonders vorbildlich im Vergleich zu anderen Baustoffen. Außerdem bringt der Elementbau weitere Vorteile wie etwa ein hohes Bautempo mit sich“, sagt Peter Diggelmann, der Generalplaner-Leiter der Suurstoffi Baufeld 1 GmbH. Sowohl in der Herstellung, bei Transport und Montage als auch beim Rückbau ist Holz Vorbild, denn ein geringer Kohlendioxid-Ausstoß wirkt sich positiv auf die Ökobilanz aus. Isolierende, schall- und wärmedämmende Eigenschaften sprechen außerdem für den Einsatz.

Neben den Holzhochhäusern wird auch das Gartenhochhaus Aglaya mit seinen in die Fassade integrierten Pflanzen für eine positive Öko-Bilanz im Quartier sorgen. Außerdem hinzu kommen solare Nutzung, mehrere dynamische Erdwärmesonden-Speicher und ein Anergienetz des Areals.

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