Keramik und Stahl ästhetisch vereint

Die Geschäftsräume befinden sich in dem mit einer ArGeTon-Fassade bekleideten oberen Gebäudeteil, die Produktion darunter in einem anthrazitfarbenen Hallenteil aus Stahltrapezprofilen.

Ton-Keramikfassade mit Weitblick
Ton-Keramikfassade mit Weitblick
Die Van den Hout & Kolen Architekten aus Tilburg beschreiben den mit der Fassade bekleideten Gebäudeteil als „Box“. Diese - mit architektonischem Blick fürs Detail - auch von der Unterseite mit ArGeTon-Platten bekleidete Box schwebt einerseits wie losgelöst über der Produktionshalle, ist aber andererseits über eine schmale bis zum Boden reichende Fassadenfläche sowie zwei Ton-Portale „geerdet“ und auf diese Weise mit der Halle optisch verbunden. Ohne Eckprofile auf Gehrung gesägt, verleihen die keramischen Platten der beiden Portale dem Bauwerk auch im Bereich der rationellen Stahltrapezfassade einen bodenständigen, massiven Charakter. Zwischen der nachhaltigen und qualitativ hochwertigen Keramik und dem rationellen Stahltrapezblechen baut sich ein reizvolles Spannungsfeld auf. Logisch, einfach, ruhig und qualitätsvoll, nennen das die Architekten.

Wunschfarbe kreiert
Die Farbgestaltung des Gebäudes basiert auf einer intuitiv erkennbaren Zuordnung. Die anthrazitfarbene Stahlfassade steht für Produktion, die massive Ton-Fassade für Verwaltung. Das sensible Farbenspiel zwischen Stahl- und Tonfassade wurde mit einer exklusiv für dieses Objekt entworfenen Tonengobe gelöst. Die Farbkreation erhielt den Projektnamen granitgrau. Als Basis für die helle Engobe wurde ein ebenso heller, fast farbgleicher Tonscherben gewählt. Damit ist gewährleistet, dass bei den auf Gehrung geschnittenen Ecken die gewünschte massive Optik der Fassaden nicht durch eine andersfarbige Scherben-Basisfarbe gestört wird. Wie alle keramischen Farben bietet auch die neu kreierte Tonengobe im täglichen Sonnengang ein reizvoll variierendes Farbenspiel.

Plattenmaß auf Wunsch
Eine weitere Besonderheit dieser Ton-Fassade ist die Größe der Platten. Passend zur langgestreckten horizontalen Prägung der Architektur wurden die Platten in einer lang gestreckten Geometrie bestellt (225 x 750 mm). Die keramischen Platten mit einem Seitenverhältnis von fast 1:3 unterstützen damit spannungsvoll die Architektur der Fassade.
Der Stahlbetonskelettbau wurde 2008 errichtet und bietet rund 500 m² Bürofläche in der ArGeTon-Box. Darunter befinden sich rund 1.200 qm Werkshallenfläche. Aus der durchgehend verglasten, waagerechten Fensterfront mit zwei Terrassen an den Gebäudeenden genießen die Mitarbeiter einen weiten Panoramablick.

BAUTAFEL: Wirtschaftsgebäude der Keratech Gevelsystemen BV, Tilburg
Bauherr: Keratech, Paul Kremers
Architekt: Van den Hout & Kolen architecten, Tilburg
Fassadenarbeiten: Keratech Gevelsystemen BV, Tilburg
Fassade: ArGeTon-Platten, 225 x 750 mm, granitgrau

Weiterführende Links:
www.argeton.com

Printer Friendly, PDF & Email
15.6.2024
Nachahmenswertes Projekt
Völlig zu Recht erhielt die Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH den "Deutschenr Award für Nachhaltigkeitsprojekte 2024". Entegegen dem Trend wurde ein Plattenbau nicht abgerissen...
5.3.2025
Schindler
Schindler Deutschland stellt eine völlig neue Auswahl an modernen Aufzugsdesigns vor, ergänzt durch ein stilvolles Tableau mit innovativen Funktionen sowie einen optimierten digitalen Kabinendesigner...
27.6.2024
Das städtische Wohnungsunternehmen Howoge baut in Berlin-Lichtenberg ein Doppelwohnhochhaus mit 296 Wohnungen zu einem Niedrigenergiehaus um. Das Haus gehört zu den größten Typenbauten der ehemaligen...
1.8.2024
Wettbewerb „Beispielhaftes Bauen"
Beispielhaft gebaut - das hat das Wohnungsunternehmen Volkswohnung in Karlsruhe. Bei einem Projekt wurden Garagen aufgestockt. Dabei entstanden kompakte, größtenteils öffentlich geförderte Ein- bis...
8.10.2025
Auf einem ca. 8.800 Quadratmeter großem Areal im Berliner Süden entstehen in Holzsystem-Bauweise fünf Mehrfamilienhäuser und drei Gewerbeeinheiten. Die GLS Bank und die Bürgerstadt AG werden das...
21.2.2025
Spar- und Bauverein Dortmund startet Vermietung
Mit einem Aufwand von rund zehn Millionen Euro baut die Spar- und Bauverein eG Dortmund ein 70 Jahre altes Schulgebäude zu Wohnzwecken um. Die 22 neuen Wohnungen in dem Denkmal-Objekt gehen jetzt in...