Smart Building

Eines der intelligentesten Gebäude der Welt steht in Berlin

Wer eine Adresse mit Köpfchen sucht, ist am Charlottenburger Spreeufer in Berlin richtig. Hier hat die ANH Hausbesitz GmbH mit The Terrace einen markanten Neubau fertiggestellt. Das Besondere an dem Bürogebäude: Es verfügt über einen hohen Grad an Digitalisierung.

BILD: https://www.anh-hausbesitz.de
BILD: https://www.anh-hausbesitz.de

In das von Sichtbeton, Glas und verzinktem Gitterrost geprägte Terrassengebäude ist der Entwickler und Betreiber selbst eingezogen. Das Workplace-Konzept wurde von Drees & Sommer entwickelt. Die Berater:innen von Drees & Sommer haben auch das Digitalisierungskonzept von The Terrace begleitet.

Smart Building mit hohem Nutzerkomfort

Mit der hauseigenen ANDI App können Räume gebucht oder Klimaanlage und Beleuchtung gesteuert werden. Auch die Zugangskontrolle erfolgt via App über das Smartphone. Mit der zentralen Erfassung sämtlicher Daten hat die ANH Hausbesitz GmbH den Grundstein für eine künftige KI-basierte Optimierung des Gebäudebetriebs gelegt. Dieses sogenannte „Brain“ kann Informationen und Daten erfassen, analysieren und bewerten. So erkennt das System beispielsweise nicht genutzte Räume und fährt die Heizung in den Energiesparmodus. Ein anderes Beispiel ist das intelligente Beleuchtungssystem, das über Sensoren die Lichtverhältnisse und die Präsenz von Menschen im Gebäude erfasst. Die Beleuchtung wird somit helligkeitsabhängig und bedarfsgerecht gesteuert.

Ein Gebäude, das Energie spart und Ressourcen schont

Aus den gesammelten Daten lassen sich in Echtzeit detaillierte Nutzungsprofile von Gebäuden und Anlagen ableiten. Das „Brain“ als Künstliche Intelligenz verknüpft die Anlagen, Systeme und Daten des Gebäudes miteinander und optimiert dadurch gezielt die Prozesse im Gebäudebetrieb. All diese Systeme agieren somit nicht als Insellösungen, sondern schaffen Mehrwerte für Nutzer und Betreiber durch die Vernetzung untereinander. So können Eigentümer beispielsweise die gesammelten Daten analysieren und nutzen, um ein Gebäude in den optimalen Betriebspunkt zu fahren. Insgesamt sind somit Energieeinsparungen von bis zu 25 Prozent möglich, was nicht nur gut fürs Klima ist, sondern vor dem Hintergrund der steigenden Energiepreise erhebliche Kostenvorteile mit sich bringt.

Seit Inbetriebnahme des Bürohauses (im August 2023) werden die Betriebsdaten zu evaluiert um daraus weitere Handlungsfelder für digitale Gebäude ableiten zu können. Es soll "der optimale Betriebszustand im Hinblick auf Ökologie und Nutzerkomfort" gefunden werden. Als Customized Smart Building bringt The Terrace somit Technologie, Architektur und Nutzerfreundlichkeit zusammen – um für Mensch und Umwelt eine smarte Zukunft zu erschaffen.

Cyber Security und Datenschutz

Zu den Sicherheitsmaßnahmen eines Smart Buildings zählt darüber hinaus ein ausgeklügeltes Cyber Security-Konzept, das bereits von der ersten Planungsphase an mitentwickelt werden muss. Schließlich erhebt ein smartes Gebäude während des Betriebs eine Vielzahl von Daten, die vor dem Zugriff unbefugter Personen geschützt werden müssen. Bei The Terrace wurde daher ein umfangreiches Rechte-Rollen-Konzept hinterlegt, das genau definiert, wer auf welche Daten zugreifen darf. Und um Sicherheitslücken zu verhindern, wurden sämtliche digitale Systeme bereits vor Inbetriebnahme auf Herz und Nieren geprüft.

Wir haben im Digitalisierungskonzept von The Terrace all das umgesetzt, was wir uns als Entwickler, als Betreiber und als Nutzer des Gebäudes selbst wünschen“, erklärt Jens Waninger, der als Leiter Smart Building von ANH Hausbesitz

Quelle: Drees & Sommer

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