Investition von 75 Millionen Euro

NEUBI errichtet Bildungszentrum in Bitterfeld-Wolfen

Die Neue Bitterfelder Wohnungs- und Baugesellschaft mbH (NEUBI) realisiert mit dem Bildungszentrum Mitteldeutschland (BZM) eines der zentralen Zukunftsprojekte im Rahmen des Strukturwandels im Mitteldeutschen Revier. Am Standort in Bitterfeld entsteht eine überbetriebliche Ausbildungsstätte mit Kapazitäten für mehr als 250 Auszubildende pro Jahrgang. Das Investitionsvolumen beträgt rund 75 Millionen Euro. Ministerpräsident Reiner Haseloff hat den offiziellen Fördermittelbescheid auf dem Baugelände übergeben.

Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt erläutert den Förderbescheid.
Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt erläutert den Förderbescheid.

Das Vorhaben wird im Rahmen des Investitionsgesetzes Kohleregionen gefördert: 90 Prozent der Finanzierung übernimmt der Bund, fünf Prozent steuert das Land Sachsen-Anhalt bei. Insgesamt werden 68.795.000 Euro an Fördermitteln bereitgestellt.

Antwort auf den Strukturwandel

Der Landkreis Anhalt-Bitterfeld gehört zu den fünf Gebietskörperschaften in Sachsen-Anhalt, die Mittel zur Bewältigung des Kohleausstiegs erhalten. Besonders der Chemiestandort Bitterfeld-Wolfen mit seinem 1.200 Hektar großen Chemiepark gilt als Wachstumskern. Zugleich sind bestehende Ausbildungseinrichtungen technisch überholt.
„Mit dem Bildungszentrum Mitteldeutschland schaffen wir eine moderne Infrastruktur für die berufliche Ausbildung und sichern damit langfristig die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes“, erklärt NEUBI-Geschäftsführerin Susann Schult.

Moderne Ausbildungsinhalte, nachhaltige Bauweise

Das BZM ermöglicht praxisnahe Ausbildung in Chemie, Kunststoff, Metall, Elektro und Umwelttechnik sowie Berufsorientierung und Berufsvorbereitung. Schwerpunkte sind Digitalisierung, Industrie 4.0, Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit; aktuelle Arbeitskonzepte wie Agilität, lebenslanges Lernen und interkulturelle Kompetenzen werden integriert.
Mit rund 10.000 Quadratmeter Bruttogrundfläche und einem begrünten Innenhof entsteht ein campusähnlicher Lernort. Geplant sind unter anderem:

  • Labor- und Werkstattbereiche (Chemie, Kunststoff, Metall, Elektro)
  • Unterrichts- und Verwaltungsräume
  • Logistikhalle, Lehrtechnikum, Digitallabor
  • Maker Space, Pneumatik-Bereich, MSR-Kabinett

Gebaut wird energieeffizient und ressourcenschonend; Ausstattung und Medientechnik sind auf innovative Lehrinhalte ausgelegt.

Mehrwert für Stadt und Region

Mit dem Neubau wird zugleich ein städtebaulicher Missstand am Stadteingang beseitigt. Das Areal war historisch industriell geprägt (u. a. Tonwarenfabrik ab 1872, VEB Steinzeugwerke, „Konsumbäckerei“; Werkstatt mit Lehrlingsausbildung des VEB Gleis Weichen- und Maschinenbau). Das BZM modernisiert die Ausbildungslandschaft, stärkt die Attraktivität des Wohn- und Wirtschaftsstandortes Bitterfeld-Wolfen und trägt zur Fachkräftesicherung in der Region bei.

Redaktion (allg.)

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